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7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung

16. - 18.10.2008, Köln

Indikationskriterien - eine Übersicht

Meeting Abstract

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  • Max Geraedts - Klinikum der Heinrich-Heine-Universität, Professur für Public Health, Düsseldorf

7. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung. Köln, 16.-18.10.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocB4.125

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkvf2008/08dkvf037.shtml

Veröffentlicht: 6. Oktober 2008

© 2008 Geraedts.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Spätestens seit den Arbeiten von Wennberg et al. 1973, die eine durch die Erkrankungsinzidenzen unerklärbare Varianz bei der Durchführung chirurgischer Verfahren in den USA feststellten, wird die Angemessenheit der Indikation zu Eingriffen verstärkt als Qualitätskriterium hinterfragt. Im Beitrag sollen die international gebräuchlichen Konzepte zur Indikationsbewertung vorgestellt werden.

Methode: Aufbereitung der internationalen Literatur zu Indikationskriterien.

Ergebnisse: Grundsätzlich lässt sich die Indikation anhand des prätherapeutischen Vorhandenseins anamnestischer oder diagnostischer Befunde in Kombination mit eventuellen postoperativen pathologischen Spezimen überprüfen. Von einer angemessenen Indikation wird dann gesprochen, wenn die Prozedur – in Anbetracht des gegebenen Wissensstands - relevant für den klinischen Bedarf des Patienten war. Dies lässt sich daran messen, dass der gesundheitliche Nutzen die erwarteten negativen Konsequenzen der Erkrankung und der Prozedur überwiegt. Im Übersichtsvortrag werden diese grundlegenden Konzepte erläutert und die Schwierigkeiten sowie Lösungswege zur Festlegung von Indikationskriterien berichtet.

Schlussfolgerung: Die Bewertung der Indikationsstellung im Rahmen von Qualitätsvergleichen erfordert die für die evidenzbasierte Medizin klassische Integration externer Evidenz, klinischer Expertise und der Patientenpräferenzen. Damit stellt die Indikationsbewertung für externe Vergleichszwecke eine methodisch hochkomplexe Aufgabe dar.