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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 93. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 48. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie

24. - 27.10.2007, Berlin

Intraoperative Strahlentherapie – eine effektive Therapieoption bei aggressiver Fibromatose

Meeting Abstract

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  • A. Suda - Stiftung Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg, Germany
  • M. Treiber - Radiologische Klinik Heidelberg, Heidelberg, Germany
  • F. Zeifang - Stiftung Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg, Germany
  • B. Lehner - Stiftung Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg, Germany

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie. 71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 93. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, 48. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 24.-27.10.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. DocW67-1736

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dkou2007/07dkou726.shtml

Veröffentlicht: 9. Oktober 2007

© 2007 Suda et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ziel dieser prospektiven Analyse ist es, Hinweise zu gewinnen, ob die Kombination aus Chirurgie und intraoperativer Strahlentherapie bei Patienten mit aggressiver Fibromatose die Behandlungsergebnisse beeinflusst.

Methode: Klinische, radiologische und histopathologische Befunde von 39 konsekutiven Patienten mit histologisch gesicherter aggressiver Fibromatose wurden einer prospektiven Analyse unterzogen. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 59 Monate.

Ergebnisse: 22 Patienten wurden bei der ersten Behandlung in unserem Hause allein chirurgisch therapiert, 16 Patienten erhielten eine Kombination aus Chirurgie und intraoperativer Strahlentherapie und ein Patient wurde mit einer Radiochemotherapie behandelt. Bei 18 (46%) Patienten traten ein oder mehrere Rezidive auf und 21 (54%) Patienten waren rezidivfrei.8 Patienten nach alleiniger chirurgischer Behandlung entwickelten nach einem Jahr und 14 nach 5 Jahren ein Rezidiv (64%). Drei Patienten nach einer Kombination aus Chirurgie und intraoperativer Strahlentherapie zeigten nach einem Jahr Rezidive, nach 5 Jahren hatten 4 ein Rezidiv entwickelt (25%, p<0,05).

Schlussfolgerung: Wir empfehlen wenn Möglich die chirurgische Resektion mit weiten Resektionsgrenzen, ohne dabei dem Patienten einen größeren Funktionsverlust zuzumuten. Die intraoperative Strahlentherapie als Ergänzung zur chirurgischen Resektion ist eine effektive zusätzliche Behandlungsoption, um das Rezidivrisiko zu senken.