gms | German Medical Science

68. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
90. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
45. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband für Physiotherapie – Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten

19. bis 23.10.2004, Berlin

Verletzungen, Training und Fahrtechnik im Moutainbikesport

Meeting Abstract (DGOOC 2004)

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  • presenting/speaker K. Oehlert - Klinik für Orthopädie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Kiel
  • T. Wölk - FH München, München
  • J. Hassenpflug - Klinik für Orthopädie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Kiel

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 68. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 90. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 45. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 19.-23.10.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dguE8-1137

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2004/04dgu0248.shtml

Veröffentlicht: 19. Oktober 2004

© 2004 Oehlert et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Das Mountainbiken ist noch eine relativ junge Freizeit- und Wettkampfsportart. Studien zum Mountainbiken beschäftigen sich überwiegend mit dem Freizeitbereich und differenzieren selten die einzelnen Disziplinen. Ziel dieser Arbeit war es, Verletzungen, das Training und die Fahrtechnik von Cross-Country-Wettkampfmountainbikern zu analysieren.

Methoden

Es wurden 49 Weltcup-, Bundesliga- und Kaderfahrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz retrospektiv mittels eines Erhebungsbogens befragt.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 101x rezidivierende Beschwerden erfasst, wovon am häufigsten die Halswirbelsäule, das Knie (jeweils 25,7%) und die Lendenwirbelsäule (22,8%) genannt wurden. Die Beschwerden treten am häufigsten in der Saisonvorbereitung und am Ende der Saison auf. Bei den Frakturen steht das Schlüsselbein (N=15) an erster Stelle. Band- oder Sehnenverletzungen kommen seltener vor (N=3). Nur 27 der 49 Fahrer führen ein regelmäßiges Rumpftraining durch. Ein gezieltes Krafttraining an Geräten wird von den meisten Fahrern nur in der Saisonvorbereitung, von den wenigsten Fahrern vor und während der Saison durchgeführt. Bevorzugte ökonomische Fahrtechniken sind das Sattelsitzen am Berg und die Wahl des möglichst höchsten Gangs.

Schlussfolgerungen

Das Auftreten akuter Verletzungen im Cross-Country-Wettkampfmountainbiken ist relativ gering. Sportartspezifische ökonomische Fahrtechniken der Wettkampffahrer können aber zu Überlastungen führen und rezidivierende Beschwerden am Bewegungsapparat zur Folge haben, die sich aber im Hobbybereich aufgrund der verminderten Ambitionen der Fahrer vermeiden lassen können.