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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Erhalten Studenten an deutschen Universitäten genügend Unterricht in Orthopädie?

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

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  • corresponding author Karsten Dreinhöfer - Orthopädische Klinik der Universität Ulm, Orthopädische Abteilung des Rehabilitationskrankenhauses U, Oberer Eselsberg 45, 89081, Ulm, Phone: 0731 177 1107, Fax: 0731 177 1118
  • T. Stöfele - Orthopädische Klinik der Universität Ulm, Orthopädische Abteilung des Rehabilitationskrankenhauses U, Oberer Eselsberg 45, 89081, Ulm, Phone: 0731 177 1107, Fax: 0731 177 1118
  • W. Puhl - Orthopädische Klinik der Universität Ulm, Orthopädische Abteilung des Rehabilitationskrankenhauses U, Oberer Eselsberg 45, 89081, Ulm, Phone: 0731 177 1107, Fax: 0731 177 1118

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguO20-5

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0939.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Dreinhöfer et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Erkrankungen und Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane sind für etwa 20% der direkten und 40% der indirekten Kosten im deutschen Gesundheitssystem verantwortlich. Ist Bedeutung dieser Krankheitsgruppe in der Lehre an deutschen Hochschulen reflektiert?

Methodik

Die Vorlesungsverzeichnisse des SS 2000 und des WS 2000/2001 aller medizinischen Fakultäten wurden im Hinblick auf Pflicht- und Wahlveranstaltungen der einzelnen Fächer analysiert. Zusätzlich wurden alle orthopädischen Lehrstuhlinhaber mittels eines Fragebogens zum Lehrumfang ihres Faches befragt.

Ergebnis

Es konnten Vorlesungsverzeichnisse aller Universitäten und 29/35 Fragebögen ausgewertet werden. Der Umfang der Vorlesung belief sich auf 24 (12-56) Stunden, die Praktika auf 27 (3-98) Stunden. Diese Veranstaltungen betrugen zusammen weniger als 5% des Gesamtumfanges des Klinischen Abschnittes. Innerhalb von 12 Monaten wurden durchschnittlich 13 (4-30) Studenten im Praktischen Jahr unterrichtet. 16 der 29 orthopädischen Lehrstuhlinhaber bzw. Lehrbeauftragten hielten den bisherigen Lehrumfang der Orthopädie für ausreichend, 12 für nicht ausreichend. Die Gesamtstundenzahl sollte nach Meinung der Befragten 75 (25-168) Stunden betragen.

Schlussfolgerung

Die soziale und gesundheitsökonomische Belastung der Gesellschaft durch Erkrankungen der Haltungs- und Bewegungsorgane ist an den deutschen Hochschulen im Bereich der orthopädischen Lehre nicht adäquat reflektiert. Im Rahmen der neuen Approbationsordnung sollte eine entsprechende Anpassung an den einzelnen Hochschulen vorgenommen werden.