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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Das epitheloide Hämangioendotheliom des Knochens - Eine seltene Entität mit bevorzugtem Befall der unteren Extremität

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

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  • corresponding author Christoph Bertram - Klinik und Poliklinik für Orthopädie der Universität zu Köln, Joseph-Stelzmann-Str. 9, 50924, Köln, Phone: 0221-4784616, Fax: 0221-4783485
  • I. Hecker - Klinik und Poliklinik für Orthopädie der Universität zu Köln, Joseph-Stelzmann-Str. 9, 50924, Köln, Phone: 0221-4784616, Fax: 0221-4783485
  • P. Eysel - Klinik und Poliklinik für Orthopädie der Universität zu Köln, Joseph-Stelzmann-Str. 9, 50924, Köln, Phone: 0221-4784616, Fax: 0221-4783485

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguO18-12

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0932.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Bertram et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Die sehr seltene Entität des epitheloiden Hämangioendothelioms wurde erstmals 1982 beschrieben. Hinsichtlich der Dignität liegt es zwischen dem benignen Hämangiom und dem malignen Hämangioendotheliom. Dieser niedrig-maligne Tumor bevorzugt die untere Extremität, insbesondere die Ossa metatarsalia.

Methodik

Da nur Einzelfälle bekannt sind wird die Diagnostik und Therapie anhand einer Metaanalyse vorgestellt. Ein Fallbericht einer Patientin mit Lokalisation dieses Tumors am Talus wird präsentiert.

Ergebnisse

Klinisch zeigt sich die betroffene Region schmerzhaft geschwollen. Radiologisch imponiert eine Osteolyse, kernspintomografisch finden sich Knochenmarksveränderungen und szintigrafisch eine Nuklidmehrbelegung. Laboruntersuchungen sind unauffällig. Die Diagnose muß durch eine Biopsie gestellt werden. Die Abgrenzung zum benignen Hämangiom und zum malignen Hämangioendotheliom gelingt durch den Nachweis intracytoplasmatischer Vakuolen. Therapeutisch führt die Resektion ebenso wie die alleinige Radiatio zu guten Ergebnissen. Chemotherapien sind nur bei polyostotischem Befall zu empfehlen.

Schlußfolgerung

Wegen des bevorzugten Befalles der unteren Extremität - insbesondere der Tibia (25% der Fälle) und der Metatarsalia (15%) sollte die seltene Entität des epitheloiden Hämangioendothelioms dem fußchirurgisch tätigem Orthopäden bekannt sein.