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67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie

11. bis 16.11.2003, Messe/ICC Berlin

Ist eine radiomorphologische Differenzierung zwischen Enchondrom und Chondrosarkom Grad I möglich?

Meeting Abstract (DGOOC 2003)

  • corresponding author Georg W. Herget - Department für Orthopädie und Traumatologie, Klinik für orthopädie, Hugstetter Str. 55, 79106, Freiburg i. Br., Phone: 0761 - 2702650
  • C.P. Adler - Pathologisches Institit der Universität, UKL Freiburg
  • P. Schmedt auf der Günne - Pathologisches Institit der Universität, UKL Freiburg
  • L. Schwering - Department für Orthopädie und Traumatologie, Klinik für Orthopädie, UKL Freiburg
  • M. Uhl - Radiologische Univ.-Klinik, UKL Freiburg

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie. 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, 89. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 44. Tagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie. Berlin, 11.-16.11.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. Doc03dguO18-3

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgu2003/03dgu0923.shtml

Veröffentlicht: 11. November 2003

© 2003 Herget et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung

Enchondrome der langen Röhrenknochen bereiten erhebliche diagnostische Schwierigkeiten in der Abgrenzung zum Chondrosarkom Grad I. Gibt es radiomorphologische Kriterien, die eine Unterscheidung zulassen?

Methoden

In der retrospektiven Studie wurden 32 histologisch gesicherte Knorpeltumoren der langen Röhrenknochen (16 Enchondrome, 16 Chondrosarkome) hinsichtlich ihres röntgenologischen, kernspintomographischen und szintigraphischen Erscheinungsbildes charakterisiert.

Ergebnisse

Nativradiologisch beträgt die Fläche des Enchondroms maximal 15 cm2, es ist meist popcornartig verkalkt und hat eine scharfe Begrenzung. Der Tumor liegt oft metaphysär und hat keinen oder nur gering raumfordernden Effekt. Im MRT ist eine lobulierte Läsion mit scharfer Begrenzung, hohem Signal im T2-Bild, stets ohne Marködem, nachweisbar. Szintigraphisch findet sich eine geringe Mehranreicherung in der Mineralisationsphase. Das Chondrosarkom hat häufig eine Flächenausdehnung von mehr als 20 cm2, es zeigt eine popcornartige Struktur und in der Regel einen deutlich raumfordernden Effekt. Kernspintomographisch ist eine scharf begrenzte, Kontrastmittel aufnehmende Läsion nachzuweisen, die in der Szintigraphie eine moderate Mehranreicherung in der Mineralisations- häufig auch in der Frühphase zeigt.

Schlussfolgerungen

Therapieentscheidend ist die Abgrenzung eines maligen von einem benignen Knorpelumor. Radiomorphologisch gibt es Kriterien, welche das Vorliegen eines Chondrosarkoms Grad I differentialdiagnostisch zum Enchondrom wahrscheinlich und damit eine Biopsie notwendig machen.