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21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

27.09.-29.09.2012, Karlsruhe

Lebensqualität und Morbidität nach endoskopischer Sympathikus-Blockade bei therapierefraktärer Hyperhidrosis

Meeting Abstract

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  • Anna Zdrojek - Universitätsklinikum Erlangen, Thoraxchirurgische Abteilung, Erlangen
  • Waldemar Schreiner - Universitätsklinikum Erlangen, Thoraxchirurgische Abteilung, Erlangen
  • Oliver Oster - Universitätsklinikum Erlangen, Thoraxchirurgische Abteilung, Erlangen
  • Horia Sirbu - Universitätsklinikum Erlangen, Thoraxchirurgische Abteilung, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Karlsruhe, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocPO 2.2

DOI: 10.3205/12dgt79, URN: urn:nbn:de:0183-12dgt797

Veröffentlicht: 17. September 2012

© 2012 Zdrojek et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Die endoskopische Sympathikus-Blockade (ESB) ist eine etablierte operative Behandlungsmethode der therapierefraktären Hyperhidrose. Die ESB verbessert die Lebensqualität der Patienten signifikant und ist mit einem geringen Risiko für das kompensatorische Schwitzen behaftet. Das Ziel unserer Studie war die Patientenzufriedenheit und die Langzeitergebnisse nach endoskopischer Sympathikus-Blockade zu untersuchen.

Methode: Der Schweregrad der Hyperhidrose und deren Lokalisation wurden zunächst mittels eines präoperativen Fragebogens dokumentiert. Im Rahmen der beidseitigen Videothorakoskopie wurde zunächst der Sympathikus im Bereich der T3/T4-Region dargestellt. Die ESB wurde durch die Applikation von Endoclips in diesem Bereich erreicht. Postoperativ wurde die Befragung mittels eines standardisierten Fragebogens regelmäßig wiederholt. Ziel der Befragung war die Patientenzufriedenheit, die Lebensqualität sowie das Auftreten des kompensatorischen Schwitzens festzustellen.

Ergebnis: In der Zeitspanne von 2005 bis 2012 wurden 51 Patienten operiert.

Bei 26 Patienten (50,9%) war der Datensatz vollständig. Das Kollektiv bestand aus 4 Patienten mit palmarer, 5 mit axillärer sowie 17 Patienten mit kombinierter palmarer und axillarer Hyperhidrose.

8 Patienten waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden und 14 Patienten zufrieden. In 11 (42,3%) Fällen wurde ein kompensatorisches Schwitzen an Bauch und Rücken beobachtet. 76,9% der Operierten würden sich noch einmal einem operativen Eingriff unterziehen. Der mittlere Beobachtungszeitraum betrug 28 Monate.

Schlussfolgerung: Die Fragebögen eignen sich gut die postoperativen Ergebnisse mit dem präoperativen Status zu vergleichen. Im Rahmen unserer Studie wurden eine gute Patientenzufriedenheit nach ESB und ein geringes Risiko für das Auftreten des kompensatorischen Schwitzens dokumentiert. Die ESB bleibt aus unserer Sicht eine effektive operative Behandlungsmethode der therapierefraktären Hyperhidrose.