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20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

22.09. bis 24.09.2011, Düsseldorf-Kaiserswerth

Adenoid-cystische Malformation – eine seltene Entität in der Kinderthoraxchirurgie

Meeting Abstract

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  • Konstantina Storz - Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, Thoraxchirurgie, Heidelberg
  • Florian Eichhorn - Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, Thoraxchirurgie, Heidelberg
  • Sascha Dreher - Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, Thoraxchirurgie, Heidelberg
  • Hendrik Dienemann - Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, Thoraxchirurgie, Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Düsseldorf, 22.-24.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. DocHS 9.2

DOI: 10.3205/11dgt15, URN: urn:nbn:de:0183-11dgt155

Veröffentlicht: 19. September 2011

© 2011 Storz et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Die adenoid-cystische Malformation ist eine seltene Entität, die im Perinatal- und Säuglingalter durch die Kompressionssymptomatik zu lebensbedrohlichen Situationen führen kann, die größtenteils nur operativ angegangen werden können. In späteren Entwicklungsphasen ist die rezidivierende Infektsymptomatik, so dass die Diagnose erst postoperativ im pathologischen Präparat gestellt wird.

Durch die Untersuchung des eigenen Patientengutes und auch den Literaturvergeich soll die Therapientscheidung zur frühzeitigen Operation verdeutlicht werden.

Methode: In den letzten Jahren wurden die thoraxchirurgischen Eingriffe im Kindesalter retropektiv analysiert, hier insbesondere 11 Patienten, die eine cystisch-adenoide Malformation hatten.Hierzu wurden die digital gespeicherten Patientendaten analysiert im Hinblick auf Indikationsstellung, perioperative Gegebenheiten, Kompikationen und Outcome.

Ergebnisse: Die 11 Patienten wurden in 2 Gruppen eingeteilt. In der ersten Gruppe der unter 1jährigen waren 4 Kinder, die wegen Kompressionsymptomatik operiert wurden.

In der zweiten Gruppe waren 7 Kinder zwischen 2 und 17 Jahren, die wegen rezidivierender Infekte operiert wurden. In etwa der Hälfte der Fälle ist die Diagnose postoperativ gestellt worden. Es wurden 2x Keilresektion, 2x Segmentresektion und 7x eine Lobektomie durchgeführt. Alle Kinder haben die Eingriffe ohne wesentliche respiratorische Probleme überstanden.

Schussfolgerung: Die Indikationsstellung zur Operation bei älteren Kindern wird häufig aufgrund der rezidivierenden Infektsymptomatik und ohne Wissen um die Diagnose gestellt. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Pädiatern oder auch Kinderchirurgen ist nötig. Auch im Hinblick auf eine mögliche Entartung der Malformationen , aber vor allen zur frühzeitigen Infektssanierung oder Beseitigung der Drucksymptomatik ist eine frühzeitige Operation anzustreben.