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17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

11.09. bis 13.09.2008, Bremen

Effizienz und Grenzen von multidisziplinär gesteuerten „Fast-Track“ Konzepten in der Thoraxchirurgie

Meeting Abstract

  • P. Zardo - Medizinische Hochschule Hannover
  • T. Schilling - Medizinische Hochschule Hannover
  • T. Welte - Medizinische Hochschule Hannover
  • S. Piepenbrock - Medizinische Hochschule Hannover
  • F. Länger - Medizinische Hochschule Hannover
  • A. Haverich - Medizinische Hochschule Hannover
  • S. Fischer - Medizinische Hochschule Hannover

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Bremen, 11.-13.09.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgt43

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgt2008/08dgt43.shtml

Veröffentlicht: 22. Oktober 2008

© 2008 Zardo et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: In der Thoraxchirurgie müssen intensivmedizinische und anästhesiologische, genauso wie operative und nicht-operative Ressourcen, optimal genutzt werden. Ziel ist die Entwicklung eines „lean clinical pathway“ in einem Comprehensive Cancer Center (CCC) an einem Klinikum der Supramaximalversorgung unter Einbindung aller vorhandenen Ressourcen.

Methodik: Im Rahmen der CCC Bildung an unserem Institut wird unter Einbeziehung des thoraxonkologischen Programms eine optimale Versorgung onkologischer Patienten angestrebt. Entscheidend hierfür ist die Entwicklung von klinischen Pfaden, die der Patient von der Aufnahme bis zur Entlassung durchläuft. Eine zentrale Stellung nimmt dabei die Integration von multidisziplinär gesteuerten „Fast-Track“ Konzepten in der Thoraxmedizin ein. Nur durch den optimalen Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen sind kurze Liegezeiten und ideale Krankheitsverläufe möglich.

Ergebnisse: Im Rahmen von Prozessanalysen fielen insbesondere lange postoperative Liegezeiten sowohl auf der Intensiv- als auch auf der Normalstation sowie eine unzureichende Verzahnung der an der Therapie beteiligten Abteilungen auf. Erste Ergebnisse nach Einführung von „Fast Track“ Konzepten mit on-table Extubation und unmittelbarer Zurückverlegung auf Normalstation, auch bei ausgedehnten Resektionen sind vielversprechend. Gemeinsame interdisziplinäre Visiten führen zu einer Verbesserung des postoperativen Schmerzmanagements, einer Verkürzung der Liegezeit durch frühere Vollmobilisation, geringere postoperativer Morbidität (z.B. Pneumonie) und frühzeitige Integration in adjuvante Therapiekonzepte.

Schlussfolgerung: Plattformen, wie die zur Ausgründung eines CCC, können genutzt werden, um eine interne Prozessanalyse durchzuführen, systemimmanente Schwächen aufzudecken und sowohl im Interesse des Patienten als auch unter ökonomischen Gesichtspunkten neue Wege zu gehen.