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15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

27.04. bis 29.04.2006, Weimar

3-D-Rekonstruktion der Lunge - Erfahrungen an ausgewählten Patienten

Meeting Abstract

  • corresponding author S. Limmer - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Chirurgie, Lübeck
  • P. Hildebrand - Lübeck
  • M. Kleemann - Lübeck
  • C. Eckmann - Lübeck
  • P. Kujath - Lübeck

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Weimar, 27.-29.04.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgt33

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgt2006/06dgt31.shtml

Veröffentlicht: 26. April 2006

© 2006 Limmer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Computertomographie des Thorax, Standard in der Diagnostik, steht in bis zu 15 % der Fälle in Diskrepanz zu intraoperativen Befunden. Eine verbesserte Evaluation durch verbesserte Diagnostik erscheint wünschenswert. Zur Festlegung des operativen Vorgehens sind mögliche Infiltrationen durch den Tumor sowie die anatomischen Gegebenheiten von entscheidender Bedeutung.

Methodik: Basierend auf CT-Thorax Daten führten wir bei 5 Patienten mit primären und sekundären Lungentumoren präoperativ eine 3-D-Rekonstruktion von Lungenparenchym, Bronchialbaum und Gefäßversorgung durch. Die präoperative 3-D und Risikoanalyse untersucht die therapeutischen Möglichkeiten und entwickelt Softwarewerkzeuge zur Entscheidungsunterstützung für eine patientenindividuelle Operationsplanung.

Ergebnisse: Die genaue Tumorabgrenzung von Bronchialsystem und Gefäßversorgung sowie die exakte anatomische Tumorlage war durch die 3-D-Rekonstruktion möglich. Bei allen 5 untersuchten Patienten ergab sich eine 100 %ige Übereinstimmung zwischen 3-D-animierter Darstellung und intraoperativem Befund.

Diskussion: Die 3-D-Rekonstruktion der Lunge ist eine viel versprechende Methode zur genauen präoperativen Abschätzung der Operabilität von Lungentumoren. Die Indikation ist die exakte präoperative Lappen- oder Segmentzuteilung bei Risikopatienten, die eine Einschätzung der Resektabilität erlaubt.