gms | German Medical Science

15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

27.04. bis 29.04.2006, Weimar

F-18 FDG PET vor und nach neoadjuvanter Radiochemotherapie bei fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen (NSCLC): Korrelation mit dem morphometrischen Regressionsgrad

Meeting Abstract

  • corresponding author R.P. Baum - Zentralklinik Bad Berka GmbH, PET Zentrum, Bad Berka
  • R. Bonnet - Bad Berka
  • N. Presselt - Bad Berka
  • A. Niesen - Bad Berka
  • C.P. Schneider - Bad Berka
  • K.-M. Müller - Bad Berka

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Weimar, 27.-29.04.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgt17

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgt2006/06dgt17.shtml

Veröffentlicht: 26. April 2006

© 2006 Baum et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Ziel: Um die Wertigkeit der F-18 FDG PET für die Bestimmung des morphometrischen Tumoransprechens nach neoadjuvanter Radiochemotherapie zu ermitteln, wurden die ersten 32 Patienten innerhalb der im Januar 2001 begonnenen und inzwischen abgeschlossenen multizentrischen, randomisierten Therapiestudie (LUCAS-MD) prospektiv ausgewertet.

Methodik: Einschlußkriterien: Nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom (NSCLC) Stadium IIIA/IIIB. Obligate Bildgebung prätherapeutisch: F-18 FDG PET, Spiral-CT und/oder MRT. Neoadjuvanter Therapieblock: 2-3 Zyklen Paclitaxel (225 mg/m 2, d1 q22), Carboplatin (AUC = 6, d1 q22) und simultane Radiochemotherapie (45Gy, 1.5Gy b.i.d., Paclitaxel (50mg/m 2, d1, d8, d15), Carboplatin (AUC = 2, d1, d8, d15). Obligat zweites PET und CT präoperativ. Bestimmung von SUV, metabolischem Tumordurchmesser (MTD) und metabolischem Tumor-Index (MTI= SUV x MTD) des Primärtumors und aller Lymphknotenmetastasen. Bildfusion der PET/CT-Daten mittels HERMES-Computer (NUD).

Ergebnisse: Bislang hatten alle Patienten (10/32), die im PET in den Lymphknotenmetastasen eine komplette metabolische Remission erreichten, im Operationspräparat einen morphometrischen Regressionsgrad III (Sensitivität 100 %, keine vitalen Tumorzellen). Die Primärtumoren, die im PET eine komplette metabolische Remission zeigten (n=16/32), erzielten einen morphometrischen Regressionsgrad IIB (weniger als 10% vitale Tumorzellen) oder Grad III. Die Zweijahresüberlebenswahrscheinlichkeit bei kompletter Remission war nach 24 Monaten signifikant erhöht (76 vs. 20 %, p=0,0079). Patienten mit RG III lebten signifikant länger, als Pat. mit RG IIa bzw. I (63 vs. 36 %, p=0,0123). Falsch-positive PET-Befunde (persistierender FDG-Uptake nach Therapie) resultierten aus einem gesteigerten FDG-Metabolismus in Entzündungszellen im Lungenparenchym nach Radiatio.

Schlussfolgerungen: Der morphometrische Regressionsgrad nach neoadjuvanter Therapie korreliert streng mit der mittels FDG-PET bestimmten metabolischen Remission. Die PET eilt den nach morphologischen, im CT bestimmten, Kriterien des Tumoransprechen nach neoadjuvanter Behandlung voraus und ermöglicht prognostische Aussagen über den Langzeit-Therapieerfolg von Patienten mit NSCLC im Stadium III.