gms | German Medical Science

49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V. (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen e. V. (VDÄPC)

29.09. - 01.10.2011, Innsbruck

Rezidivierende idiopathische granulomatöse Mastitis: Mastektomie und Brustrekonstruktion mit Eigengewebe als Behandlungsmöglichkeit

Meeting Abstract

  • author Michaela Hladik - KH der Barmherzigen Brüder, Abteilung für Plastische und Wiederherstellungschirugie, Salzburg
  • Thomas Schoeller - Marienhospital-Stuttgart
  • Florian Ensat - KH der Barmherzigen Brüder, Abteilung für Plastische und Wiederherstellungschirugie, Salzburg
  • Heinrich Schubert - KH der Barmherzigen Brüder, Abteilung für Plastische und Wiederherstellungschirugie, Salzburg
  • Elisabeth Russe - KH der Barmherzigen Brüder, Abteilung für Plastische und Wiederherstellungschirugie, Salzburg
  • Gottfried Wechselberger - KH der Barmherzigen Brüder, Abteilung für Plastische und Wiederherstellungschirugie, Salzburg

Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. 49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Innsbruck, 29.09.-01.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgpraecP133

DOI: 10.3205/11dgpraec317, URN: urn:nbn:de:0183-11dgpraec3177

Veröffentlicht: 27. September 2011

© 2011 Hladik et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Die idiopathische granulomatöse Mastitis (IGM) ist eine seltene, benigne, nichtinfektiöse Entzündung der Brust. Die typischen Symptome der Entzündung sind Druckschmerzhaftigkeit sowie Rötung und Überwärmung der Haut bis hin zu rezidivierenden Abszessen sowie Ulcerationen der Haut. Der Verlauf ist meist chronisch, die Rezidivrate hoch. Die Diagnose wird histopathologisch gesichert da sämtliche bildgebende Verfahren ein Karzinom vortäuschen können. Neben einer oralen Steroid - sowie Antibiotikatherapie kommt auch die chirurgische Excision zum Einsatz, wobei die Therapie der Wahl aufgrund des oft ausbleibenden Behandlungserfolges bis heute nicht festgelegt ist. Anhand von drei chronisch rezidivierenden Fällen mit IGM wird unsere plastisch-chirugische Vorgangsweise dargestellt.

Material und Methoden: In dem Zeitraum vom Mai 2005 bis Oktober 2005 wurden drei Frauen im Alter zwischen 27 und 33 Jahren mit der histopathologisch gesicherten Diagnose einer IGM an unsere Abteilung überwiesen. Alle drei Patientinnen hatten bereits eine Krankheitsdauer zwischen drei bis fünf Jahren hinter sich. Multiple Abszessexzisionen sowie die Einnahme oraler Antibiotika blieben ohne Erfolg. Die Patientinnen entwickelten Rezidive im Sinne von Abszessen, oberflächliche Hautnekrosen und Fistelbildungen. Eine Patientin unterzog sich bereits auswärts einer hautsparenden Mastektomie, jedoch auch diese Maßnahme blieb ohne Therapieerfolg weshalb wir uns für eine radikal modifizierte Mastektomie und Sofortrekonstruktion mittels DIEP-Lappen entschieden. In den beiden anderen Fällen führten wir eine hautsparende Mastektomie und Rekonstruktion mittels TMG-Lappen durch.

Ergebnisse: Eine Patientin entwickelte nach hautsparender Mastektomie und Rekonstruktion mittels TMG- Lappen erneut ein Rezidiv, sodass eine radikal modifizierte Mastektomie und Sofortrekonstruktion mittels DIEP-Lappen durchgeführt wurde. Letztendlich blieben alle drei Patientinnen über einen durchschnittlichen Nachbehandlungszeitraum von 58 Monaten rezidivfrei.

Schlussfolgerung: Obwohl diese Behandlung der chronischen IGM durch Mastektomie und Rekonstruktion mit Eigengewebe eine radikale Therapie darstellt, sind wir der Meinung, dass in rezidivierenden Fällen, nach so langem psychischen und physischen Leidensdruck eine rasche Genesung durch Wiederherstellung der Brust erzielt werden sollte und dies eine gute Behandlungsoption darstellt.