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20. Wissenschaftliche Jahrestagung der DGPP Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie

Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e. V.

12. bis 14.09.2003, Rostock

Funktionelle Röntgendiagnostik des Schluckvorganges

Vortrag

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  • C.H. Hannig - München
  • corresponding author Anita Wuttge-Hannig - Karlsplatz 3-5, 80335 München, Tel.: 089/55252650, Fax: 089/55252627

Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie. 20. Wissenschaftliche Jahrestagung der DGPP. Rostock, 12.-14.09.2003. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2003. DocHT02

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgpp2003/03dgpp040.shtml

Veröffentlicht: 12. September 2003

© 2003 Hannig et al.
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Gliederung

Zusammenfassung

Schluckstörungen sind eine immer noch unterschätzte, das Überleben als auch die Lebensqualität deutlich einschränkende multifaktorielle Funktionsstörung. Nach amerikanischen und europäischen Statistiken sind sie für ca. 30-40% der Todesfälle in Alten - und Pflegeheimen verantwortlich. Der Schluckakt findet in einem Übergangsbereich der verschiedenen Disziplinen (HNO, Chirurgie, Neurologie, Gastroenterologie, Radiologie, rehabilitative Medizin und Logopädie, etc.) statt. Daher ist ein multidisziplinärer Ansatz zur Diagnostik und Therapie erforderlich. Wegen der komplexen Motilitätsphänomene beim Schlucken, welches in nur 0,7 s abläuft und die wohlkoordinierte Aktion von 25 cervicalen Muskelgruppen gesteuert von 5 Hirnnerven erfordert, ist eine dynamische Aufzeichung mit hoher zeitlicher und örtlicher Auflösung nötig. Die hierzu derzeit am meisten etablierte Methode ist die Hochfrequenzvideographie, die an unserer interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft für Dysphagie in München neben vielen anderen Verfahren seit 1984 an über 13000 Patienten durchgeführt wurde. Hierbei kann bei neurologischen Krankheiten insbesondere der Sitz und der Schweregrad der neuromuskulären Defizienz gut lokalisiert werden. Insbesondere gelingt eine genaue Analyse und Schweregradeinteilung der lebensbedrohlichen Aspiration und der sonstigen Pathomechanismen. Dies erwies sich als besonders effzient für die zielgerichtete, und somit kostensparende Rehabilitation. Es konnten speziell maßgeschneiderte funktionelle Operationsmethoden entwickelt werden. Eine Überprüfung der Erfolge und der Effzienz von verschiedenen rehabilitativen Maßnahmen ist ebenso hiermit möglich. Die speziellen anatomisch-funktionellen Probleme der Patienten vor und nach einer Therapie wegen eines HNO-Malignoms können mit der dynamischen Aufzeichung des Schluckaktes erkannt und eine zielgerichtete operative oder eine konservative Rehabiliation eingeleitet werden.


Text

Erweiterte Kurzfassung lag nicht vor.