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26. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII)

Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie

08.03. - 10.03.2012, Berlin

OP der luxatio lentis und luxierten IOL kombiniert mit ppV – Ursachen und Therapie

Meeting Abstract

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  • Helge Breuß - Berlin
  • J. Kuchenbecker - Berlin

Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie. 26. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII). Berlin, 08.-10.03.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgii044

DOI: 10.3205/12dgii044, URN: urn:nbn:de:0183-12dgii0448

Veröffentlicht: 7. März 2012

© 2012 Breuß et al.
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Fragestellung: Analyse von Ursachen und gewählter Linsenimplantationsart von Fällen mit primärer und sekundärer Linsenglaskörperluxation die simultan eine ppV erforderten, einschließlich den Veränderungen im Verlauf der letzten 11 Jahre.

Methodik: In den letzten 11 Jahren (2000 bis 9/2011) wurden 126 Augen operiert, bei denen eine Linsen- oder IOL-Luxation vorlag und eine ppV erforderlich war. Es wurden 2 Gruppen gebildet: Gruppe 1 luxierte Linse (56 Augen), Gruppe 2 luxierte IOL (70 Augen).

Ergebnisse: Die häufigsten Ursachen der Linsenluxation in beiden Gruppen werden dargestellt. In Gruppe 1 waren eine Contusio bulbi (32%), ein PEX (23%), ein intraoperativer Hinterkapseldefekt bei Phako (13%) und eine perforierende Verletzung (11%). In der Gruppe 2 resultierte die IOL-Luxation aus einer Zonulolyse bei PEX (43%), einem Haptikausriss (16%), einem Z.n. intraoperativem Hinterkapseldefekt oder einer YAG-Kapsulotomie (14%) und einer Contusio bulbi (11%). Weitere Aspekte, wie Art der OP, implantierte IOL, Visus, werden dargestellt.

Schlussfolgerungen: Während die Ursachen einer Linsenluxation vielfältig sind, bestand bei luxierten IOLs überwiegend eine Zonulainsuffizienz, i.d.R. infolge PEX, weshalb bei Risikoaugen primär ein Kapselspannring implantiert werden sollte. In den letzten Jahren erfreut sich die irisfixierte Hkl infolge relativ unkomplizierter Implantation zunehmender Beliebtheit.