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53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

11.10. - 13.10.2012, Lübeck

Ein Sportunfall mit Folgen – Offene Luxation der Metacarpophalangeal Gelenke von Zeige-, Mittel-, Ring- und Kleinfinger

Meeting Abstract

  • author presenting/speaker Philipp A. Bergmann - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte, Lübeck, Deutschland
  • Özge Senyaman
  • Tobias von Wild
  • Peter Mailänder
  • Felix H. Stang

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Lübeck, 11.-13.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgh51

DOI: 10.3205/12dgh51, URN: urn:nbn:de:0183-12dgh511

Veröffentlicht: 9. Oktober 2012

© 2012 Bergmann et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Dislokationen einzelner Metacarpophalangealgelenke (MCP-Gelenke) sind selten, noch seltener beobachtet jedoch man Serienluxationen mehrerer MCP-Gelenke.

Methodik: Wir berichten über den Fall eines 48-jährigen Mannes, der sich mit einer offenen Luxation der MCP-Gelenke II–V nach Fahrradsturz in unserer Klinik vorstellt. Der Unfallmechanismus wurde als Hyperextensionstrauma im Bereich der MCP-Gelenke bei Einklemmen der Hand zwischen Lenker und Bremse beschrieben. Bei Aufnahme bestand eine lange Risswunde im Bereich der distalen Hohlhand, mit intakter peripherer Durchblutung und Sensibilität. Die initiale Bildgebung zeigt eine Serienluxation der MCP-Gelenke II–V nach dorsoulnar.

Ergebnisse: In der sofortigen operativen Revision konnte eine Verletzung weiterer funktioneller Strukturen ausgeschlossen und die MCP-Gelenke komplikationsfrei reponiert werden, mit anschließend stabilen Gelenkverhältnissen. Postoperativ erfolgte die Ruhigstellung zunächst in Intrinsic-plus-Position für 3 Tage, dann Umstellung auf eine dynamische Flexionsschiene mit Block der MCP-Gelenke bei 30° für 4 Wochen unter intensiver Physiotherapie.

Schlussfolgerung: Im weiteren Verlauf gelang der vollständige Faustschluss bei noch bestehender Streckhemmung von ca. 20 Grad.