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52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

06.10. - 08.10.2011, Bonn

Die Skaphoidpseudarthrose – Versorgung durch vaskularisierten Knochentransfer

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Bernhard Lukas - Schoenklinik München-Harlaching, Zentrum für Handchirurgie, Mikrochirurgie, Plastische Chirurgie, München, Deutschland
  • Anna Borys
  • Achmed Elgammal
  • Moritz Lukas

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Bonn, 06.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgh29

DOI: 10.3205/11dgh29, URN: urn:nbn:de:0183-11dgh297

Veröffentlicht: 5. Oktober 2011

© 2011 Lukas et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Kann durch die Verpflanzung eines vaskularisierten Knochenblocks aus der medialen Femurkondyle die Ausheilungsrate der Skaphoidpseudarthrosen im Vergleich zum Zaidembergspan verbessert werden?

Methodik: Im Zeitraum vom 1.1.2005 bis 1.6.2010 (Gruppe I) wurde bei 19 Patienten ein vaskularisierter Knochen vom distalen Radius bei einer Skaphoidpseudarthrose verpflanzt. Im Zeitraum vom 1.6.2010 bis 31.3.2011 (Gruppe II) wurde bei 12 Patienten ein vaskularisierter Knochen aus dem medialen Femur transferiert. Die Indikationen waren Revisionseingriffe oder ein primär proximales avaskuläres Fragment.

Ergebnisse: Gruppe I: In 12 Fällen kam es zur kompletten Durchbauung, in 4 Fällen zur Teildurchbauung ohne Revisionsbedarf und in 3 Fällen musste die Nicht-Durchbauung revidiert werden. Gruppe II zeigte bessere Ergebnisse bei primär avaskulärem proximalen Pol, sowie bei humback-Deformität.

Schlussfolgerung: Die Technik der Verpflanzung der medialen Femurkondyle ist zeitaufwendig und technisch anspruchsvoll. Aufgrund der bisherigen kurzfristigen Ergebnisse zeichnet sich aber der Trend ab, dass dieses Verfahren bei einer Entscheidung zum vaskularisierten Knochentransfer zumindest kurz- und mittelfristig zu einer höheren Durchbauungsrate führt.