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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Laparoskopisch-endoskopische Kombinationseingriffe – die Brücke zu NOTES ?

Meeting Abstract

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  • Dirk Wilhelm - Klinikum rechts der Isar, Abdominalchirurgie, München
  • Alexander Meining - Klinikum rechts der Isar, II. Medizinsche Abteilung, München
  • Helmut Friess - Klinikum rechts der Isar, Abdominalchirurgie, München
  • Hubertus Feußner - Klinikum rechts der Isar, Abdominalchirurgie, München

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch539

DOI: 10.3205/12dgch539, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch5394

Veröffentlicht: 23. April 2012

© 2012 Wilhelm et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Mehrzahl der aktuell publizierten NOTES Eingriffe sind hybride Prozeduren, bei denen die flexible, transluminale Endoskopie durch starre, perkutan eingeführte Instrumente unter-stützt wird. Dies entspricht dem Prinzip laparoskopisch-endoskopischer Kombinationseingriffe, wobei die Laparoskopie hier den führenden Arm darstellt. Allerdings zeigt sich auch bei dieser Eingriffsform, dass die flexible Endoskopie zunehmend als aktiver Part genutzt wird. Die Erfahrungen mit dieser Behandlungsmethode soll genutzt werden, um die Entwicklung, aber auch die Zukunft von NOTES besser einschätzen zu können.

Material und Methoden: Retrospektive Analyse des eigenen, kombiniert laparoskopisch-endoskopisch operierten Patientengutes und Vergleich der Daten mit Literaturangaben zu kombinierten Interventionen und humanen NOTES Eingriffen.

Ergebnisse: Aktuell wurden an unserer Einrichtung mehr als 400 Patienten kombiniert laparoskopisch-endoskopisch operiert. Während der Anteil laparoskopisch assistierter, endoskopischer Resektionen vor 2007 deutlich unter 5% betrug, beträgt dieser Anteil derzeit knapp 25%. Hierbei wurde die Indikation vor allem bei Kolonbefunden und kleinen Magentumoren erweitert. Auch in der Literatur steigt die Anzahl endoskopisch geführter Kombinationseingriffe während der vergangenen Jahre konstant an, wobei das Potential der Endoskopie vor allem in anatomisch engen Regionen zum Tragen kommt. Der Anteil der ohne laparoskopischer Assistenz durchgeführten NOTES Eingriffe liegt weiter unter 1%.

Schlussfolgerung: Die Entwicklung innerhalb der kombinierten Interventionen zeigt bereits seit Jahren, was heute durch NOTES augenscheinlich wird – die zunehmende Bedeutung der flexiblen Endoskopie bei operativen Eingriffen. Wie bei Kombinationseingriffen stellt die simultane Laparoskopie jedoch eine Grundvorrausetzung für deren effektiven und verantwortungsbewussten Einsatz dar. Nach der eignen Einschätzung werden reine NOTES Eingriffe daher auch in Zukunft eher die Ausnahme darstellen und transluminale Prozeduren eher eine Weiterentwicklung kombinierter Verfahren darstellen.