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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Allgemeinmedizinische Weiterbildungskonzeption in der Gesundheitsregion Bamberg

Meeting Abstract

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  • Karin Hochbaum - Klinikum Bremen-Mitte gGmbH, Zentrum für Onkologie und spezielle Innere Medizin, Bremen
  • Michael Sackmann - Sozialstiftung Bamberg, Innere Medizin/Gastroenterologie, Bamberg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch250

DOI: 10.3205/12dgch250, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch2502

Veröffentlicht: 23. April 2012

© 2012 Hochbaum et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Entwicklung der Versorgungssituation im hausärztlichen Bereich gibt Anlass zur Besorgnis. Insbesondere zeichnet sich im ländlichen Raum eine Versorgungslücke ab. Dies geht einher mit einem zunehmenden Versorgungsbedarf aufgrund der demogr. Entwicklung.

Die Problematik der Grundstruktur der Weiterbildungssystematik für den Facharzt für Innere Medizin und Allgemeinmedizin nach WBO 2004, die in der Notwendigkeit des intersektoralen Wechsels von stationärer und ambulanter Tätigkeit und des Fachabteilungswechsels liegt wird flankiert von weiteren Erschwernissen wie Wohnortwechsel, Vertragswechsel, unsicherer Vergütungsstruktur etc.

Material und Methoden: Im Rahmen einer regionalen Strategie wurde in der Gesundheitsregion Bamberg eine Weiterbildungskonzeption entwickelt, die als Eckpunkte

  • ein individuelles Curriculum
  • eine einheitliche Vertrags- und Vergütungsstruktur
  • eine Planung und Verbindlichkeit der Ausbildungsinhalte
  • eine intersektorale und die Versorgungsstufen überschreitende Gesamtstruktur des Ausbildungslaufs
  • und ein stetiges Mentoring berücksichtigt

Hierbei fällt neben dem Fachbereich der Inneren Medizin auch der Chirurgie eine zentrale Schlüsselrolle zu.

Ergebnisse: Das Konzept führt zu einer Vernetzungsstruktur der Sektoren und der beteiligten Krankenhäuser mit Optimierung der allgemeinmed. Weiterbildung.

Die Bewerber weisen ein überdurchschnittliches Qualifikationsniveau auf.

Die Bewerbungen erfolgen überregional.

Der Bedarf der Hausarztpraxen an Weiterbildungsassistenten wird gedeckt.

Schlussfolgerung: Durch optimale Strukturierung des Weiterbildungslaufs gelingt die mühelose Aquise gut qualifizierter Weiterbildungsassistenten für Allgemeinmedizin, die auch chirurgisch geprägte Ausbildungsabschnitte durchlaufen.

In Zeiten des zunehmenden Ärztemangels stellt die Konzeption ein Beispiel für die grundlegende Bedeutsamkeit der Weiterbildungsstruktur für junge Assistenzärzte bei der Wahl einer Fachabteilung oder eines Krankenhauses dar.