gms | German Medical Science

129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Transanale Single Port Mikrochirurgie – die moderne TEM-Technik. Erste Erfahrungen mit unterschiedlichen Portsystemen.

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Cornelia Lorenz - Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Hamburg
  • Thomas Nimmesgern - Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Hamburg
  • Thomas Eduard Langwieler - Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch102

DOI: 10.3205/12dgch102, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch1021

Veröffentlicht: 23. April 2012

© 2012 Lorenz et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Die transanale endoskopische Mikrochirurgie (TEM) hat sich zu einem etablierten Verfahren bei der Behandlung lokaler benigner Raumforderungen und des low risk Rektumkarzinoms entwickelt. Eine Weiterentwicklung dieser Methode stellt die Transanale Single Port Mikrochirurgie dar, bei der aus der minimal-invasiven Chirurgie bekannte single site-Portsysteme eingesetzt werden.

Material und Methoden: 13 selektierte Patienten mit einem low risk-Rektumkarzinom oder breitbasigen Polypen mit Dysplasien unterzogen sich einer transanalen Vollwandresektion unter Verwendung des SILSPorts (Covidien), des TriPorts (Olympus) oder TriPort+ (Olympus). Die Operation wurde unter CO2-Insufflation mit geraden laparoskopischen Instrumenten durchgeführt. Das postoperative Follow up erfolgte mittels Rektoskopie und Endosonographie.

Ergebnisse: Alle Fälle der transanalen Operationen, bei der ein Single Port zum Einsatz kam, waren erfolgreich. Es traten keine Major-Komplikationen auf. Die Anwendung des SILSPorts (Covidien), des TriPorts (Olympus) und des TriPort+ (Olympus) zeigte nicht nur, dass diese Ports für das transanale Operieren geeignet, sondern darüber hinaus aufgrund ihrer Materialeigenschaften sphinkterschonend sind.

Schlussfolgerung: Die Anwendung von Single Ports für das transanale Operieren stellt eine Weiterentwicklung und Optimierung des TEM-Verfahrens dar. Sowohl der SILSPort (Covidien) als auch der TriPorts (Olympus) und der TriPort+ (Olympus) sind für die Transanale Single Port Mikrochirurgie geeignet. Aufgrund ihrer Materialeigenschaften bieten sie Vorteile im Vergleich zum TEM-Instrumentarium, was zu reduzierten postoperativen Beschwerden der Patienten führt.