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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Luftembolien im portalen Gefäßsystem nach Leberlebendspende im Säuglingsalter

Meeting Abstract

  • Maren Schulze - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie, Kiel, Deutschland
  • Dieter C. Bröring - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie, Kiel, Deutschland
  • Martina Kohl - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie, Kiel, Deutschland
  • Bettina Dresske - Allgemeine und Thoraxchirurgie Kiel, Chirurgie, Kiel, Deutschland
  • Martin Burdelski - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie, Kiel, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch617

DOI: 10.3205/10dgch617, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch6176

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Schulze et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Durch regelmäßige postoperative duplexsonographische Kontrollen nach Leberlebendspende versuchen wir frühe vaskuläre Probleme zu erkennen und dementsprechend zu therapieren.

Material und Methoden: In 26 Fällen nach Leberlendspende führten wir regelmäßige (6, 12, 18h post-op) postoperative Duplexsosnographische Untersuchungen durch. Neben drei arteriellen sowie einer potalvenösen Thrombose, sahen wir in einem Fall massive luftembolische Einschlüsse im zentralen Pfortadersystem.

In diesen 6 Fällen erfolgte eine operativer Revision innerhalb der nächsten 24h.

Ergebnisse: Das Phänomen der Luftembolie im portalen Gefäßsystem zeugte von keinerlei Durchblutungs- oder venöser Abflussproblematik.

In drei Fällen bestand ein arterielles Zuflussproblem bei sehr kleiner Gefäßanastomose. In einem Fall eine komplette portale Thrombosierung der Gefäße.

Durch sofortige operative Revision konnten wir im Fall des portalen Emboliesynsdroms eine mesenteriale Ischämie ausschließen und das Phänomen durch Darmdekompression ohne klinische Residuen therapieren.

Schlussfolgerung: Lufteinschlüsse im portalen Gefäßsystem sind keineswegs beweisend für eine mesenteriale Ischämie, trotzdem ist zum Ausschluss des selbigen eine opertive Revision in fast jedem Fall indiziert, auch wenn es sich in diesem Fall wahrscheinlich nur um eine meteoristische Translokation handelte.