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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Die elastisch stabile intramedulläre Osteosynthese (ESIN) der diaphysären Klavikulafraktur mit Titanium Elastic Nails – ein Vergleich zwischen offener und geschlossener Reposition

Meeting Abstract

  • Tobias Kraus - Klinikum rechte der Isar der TU München, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, München, Deutschland
  • Sebastian Siebenlist - Klinikum rechte der Isar der TU München, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, München, Deutschland
  • Frank Martetschläger - Klinikum rechte der Isar der TU München, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, München, Deutschland
  • Ulrich Stöckle - Klinikum rechte der Isar der TU München, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, München, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch585

DOI: 10.3205/10dgch585, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch5855

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Kraus et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Klavikulaschaftfrakturen werden zunehmend mit dem minimal invasiven Verfahren der elastischen, stabilen intramedullären Nagelung (ESIN) versorgt.

Ziel der Studie war es einen Vergleich zwischen offener und geschlossener Reposition anzustellen.

Material und Methoden: In die Studie wurden 30 Patienten eingeschlossen, welche innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren (Dezember 2006 bis Dezember 2008) eine Klavikulafraktur des mittleren Drittels erlitten, die mit einem intramedullären elastischen Titannagel stabilisiert wurde. In unserem Kollektiv wurden 11 Patienten geschlossen und 19 Patienten offen reponiert und je mittels TEN intramedullär geschient.

Das Patientenkollektiv wurde anhand folgender Parameter untersucht: Constant-Score, DASH-Score, Schmerzempfindung (VAS), Kraftmessung, Beurteilung der Knochenheilung.

Ergebnisse: Weder für den Constant-Score (geschlossen: 86,6–11,4; offen: 85–7,2) noch für den DASH-Score (geschlossen: 3,4–5,6; offen: 6,2–7,1) ergaben sich signifikante Unterschiede bei der Art der Reposition. Bezüglich der Muskelkraft der Schulterabduktion zeigt sich für die geschlossene Reposition ein Wert von 79,3–26,6 N und für die offene Reposition 71,7–26,2 N, die aber im jeweiligen Vergleich zur gesunden Gegenseite und auch bei der Gegenüberstellung der Methoden keinen signifikanten Zusammenhang aufwiesen. Eine Pseudarthrose wurde in keiner Gruppe beobachtet.

(Abbildung 1 [Abb. 1])

Schlussfolgerung: Unserer Meinung nach stellt das TEN-Verfahren bei geringer Pseudarthrose-Rate die State-of-the-art Therapie der Klavikulaschaftfraktur dar. Der Vergleich zwischen offener und geschlossener Reposition ergibt bis auf das kosmetische Ergebnis keinen signifikanten Unterschied in der Schulterfunktion.