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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Neues Instrumentarium für osteoporotische hohe thorakale Sinterungsfrakturen der Wirbelsäule

Meeting Abstract

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  • A. Prokop - Klinikum Sindelfingen-Böblingen, Unfallchirurgie, Sindelfingen, Deutschland
  • Marc Chmielnicki - Kliniken Sindelfingen, Unfallchirurgie, Sindelfingen, Deutschland
  • Ulrich Berner - Kliniken Sindelfingen, Unfallchirurgie, Sindelfingen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch582

DOI: 10.3205/10dgch582, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch5820

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Prokop et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Osteoporotische Sinterungsfrakturen der Wirbelsäule sind häufig. Die Kyphoplastie ist hier ein etabliertes und sehr erfolgreiches Standardverfahren. Ab Th 10 und höher ist die Kanüliereung der Pedikel schwierig. Daher Entwicklung eines neues Systems.

Material und Methoden: Im September 2009 wurde das Express System (Medtronic) erstmals im klinischen Einsatz in unserer Klinik als Pilotklinik getest. Es zeichnet sich durch ein abgestuftes Punktionsnadelsystem aus, welches um 50% im Durchmesser reduziert ist. Dazu passend sind kleinere Ballons für die thorakalen Wirbel mit 10 und 15 ccm erhältlich. Die Punktion ist mit einer einzigen Nadel mölich (singleshot), durch die direkt die dünneren Ballons positioniert werden können. Wir haben die ersten 10 Fälle mit Frakturen Th3-TH8, die mit dem neuen System behandelt wurden dokumentiert. Zur postoperativen Kontrolle wurden 3-D-Röntgen Scans durchgeführt.

Ergebnisse: 6 Patienten mit 10 Frakturen (1xTh3; 1x Th4, 1xTh5, 7xTh6-8), Durchschnittsalter 71 Jahren. Mehranreicherung im MRT T2 STIR als Hinweis für eine frische Fraktur. Präop durchschnittlich 8 Schmerzpunkte (VAS) postop 2,8. Intraoperativ konnten alle Pedikel bis in Höhe Th 3 gut kanüliert werden. OP Zeit: 35 Minuten. Ein Wirbel Th 3 und Th 4 wurde nur einseitig kyphoplastiert. Ab Th 5 abwärts wurden beide Seiten befüllt. Intraoperativ wurden keine Paravasate nach dorsal beoachtet. Komplikationen: keine. 3-D-Scans: Punktionswege korrekt und die Befüllung der Wirbelkörper gut gelungen. Durchschnittliche Krankenhausliegezeit: 7 Tage. Alle Patienten waren mobil.

Schlussfolgerung: Das neue System bietet bei der Kyphoplastie der oberen Brustwirbelsäule ein gutes Handling und führt zu radiologisch leichter kontrollierbaren transpedikuläten Punktionen. Die kleineren Ballons sind den den oberen Wirbelkörpern anatomisch angepasst und beiten somit mehr Sicherheit und erweitern somit das Spektrum der Kyphoplastie.