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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Laparoskopische Cholezystektomie nach kombinierter Pankreas-/Nierentransplantation (PNTX)

Meeting Abstract

  • Peter Schenker - Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer Universitätsklinik, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Bochum, Deutschland
  • Andreas Wunsch - Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer Universitätsklinik, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Bochum, Deutschland
  • Stefan Michalski - Ruhr Universität Bochum, Knappschaftskrankenhaus Bochum, Klinik für Chirurgie, Bochum, Deutschland
  • Richard Viebahn - Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Bochum, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch506

DOI: 10.3205/10dgch506, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch5066

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Schenker et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die laparoskopische Cholezystektomie (MIC-CHE) ist mittlerweile Standardtherapie bei der symptomatischen Cholezystolithiasis. Zur Zeit ist wenig bekannt über Ergebnisse nach MIC-CHE bei Patienten nach PNTX. Immunsupprimierte Diabetiker haben ein besonders hohes peri-und postoperatives Risiko für jegliche Komplikationen.

Material und Methoden: Retrospektiver Fallserienreport von 4 Patienten mit MIC-CHE nach kombinierter PNTX.

Ergebnisse: 4 Pat. (2 weiblich, 2 männlich) wurden im Mittel 52±18 Monate nach PNTX bei sympt. Cholezystolithiasis laparoskopisch operiert. Bei allen Pat. war eine Adhäsiolyse notwendig. Die mittlere OP-Dauer betrug 106±43 min., ein Verfahrenswechsel war bei keinem der Pat. notwendig. Es konnten keine intra- und postoperativen Komplikationen verzeichnet werden. Die Transplantatorganfunktion war stabil. Bei einer Pat. wurde die bestehende Immunsuppression (IS) (Sirolimus) aufgrund möglicher Wundheilungsstörungen pausiert. Bei den anderen 3 Pat. wurde die bestehende Triple-Drug IS (Tacrolimus, MMF, Steroid) perioperativ fortgeführt. Es erfolgte eine intraoperative single-shot Antibiose mit Ceftriaxon.

Schlussfolgerung: Die laparoskopische Cholezystektomie ist auch nach simultaner Pankreas-/Nierentransplantation durchführbar. Wie bei Patienten mit stattgehabten größeren visceralchirugischen Eingriffen ist auch bei diesen Patienten mit Adhäsionen und der Notwendigkeit einer Konversion zum offenen Vorgehen zu rechnen.