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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Einfluss von Empfänger- und Spendergeschlecht sowie des PAS-Score auf den Erfolg der kombinierten Pankreas-Nierentransplantation

Meeting Abstract

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  • Neslihan Ertas - Knappschaftskrankenhaus Bochum, Chirurgische Klinik, Bochum, Deutschland
  • Andreas Wunsch - Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer Universitätsklinik, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Bochum, Deutschland
  • Richard Viebahn - Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Bochum, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch502

DOI: 10.3205/10dgch502, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch5023

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Ertas et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei der Allokation von Pankreata wird versucht, eine Standardisierung mit Hilfe von Score-Systemen herbeizuführen. Zusätzlich ist jedoch bekannt, dass auch die Kombination von Empfänger- und Spendergeschlecht einen Einfluß auf den Transplantationserfolg haben kann.

Material und Methoden: Im Rahmen einer retrospektiven Analyse wurden 342 Pankreastransplantationen aus den Jahren 1994–2007 untersucht. Zunächst wurde der Langzeiterfolg bei PASS-Werten über und unter 17 je nach Empfängergeschlecht untersucht (Tabelle 1 [Tab. 1]). Eine zweite Einteilung erfolgte wie folgt: Gruppe I erfasst Spender mit einem PASS ≤17 (203), Gruppe II mit einem PASS >17 (139). Diese Gruppen wurden nach Spendergeschlecht aufgeteilt (Gruppe a: männliche Spender, Gruppe b: weibliche Spender): Gruppe Ia (110), G Ib (93), GIIa (58), GIIb (81)

Als statistische Tests wurden die Überlebensanalyse nach Kaplan-Meier sowie die Varianzanalyse benutzt.

Ergebnisse: Die Varianzanalyse zeigt, dass Frauen eher erfolgreich mit Organen mit einem hohen PASS transplantiert werden können (p=0,1). Bei einem PASS <17 ist es statistisch gesehen für Frauen unerheblich, ob sie ein männliches oder weibliches Spenderorgan erhalten. Männer hingegen profitieren bei niedrigem PASS von einem männlichen Spenderorgan.

Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse zeigen, dass für Pankreastransplantierte nicht nur eine individualisierte Immunsuppression, sondern auch eine entsprechende Spenderallokation wünschenswert ist.