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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Lebertransplantation bei Lebermetastasen von neuroendokrinen Pankreastumoren: Systematischer Literaturüberblick

Meeting Abstract

  • Georgios Sotiropoulos - Johannes Gutenberg Universitätsklinikum Mainz, Allgemein- und Abdominalchirurgie, Mainz, Deutschland
  • Evangelos Tagkalos - Johannes Gutenberg Universitätsklinikum Mainz, Allgemein- und Abdominalchirurgie, Mainz, Deutschland
  • Arnold Radtke - Johannes Gutenberg Universitätsklinikum Mainz, Allgemein- und Abdominalchirurgie, Mainz, Deutschland
  • Thomas J. Musholt - Johannes Gutenberg Universitätsklinikum Mainz, Allgemein- und Abdominalchirurgie, Mainz, Deutschland
  • Hauke Lang - Johannes Gutenberg Universitätsklinikum Mainz, Klinik u. Poliklinik f. Allgemein-u. Abdominalchirurgie, Mainz, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch498

DOI: 10.3205/10dgch498, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch4983

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Sotiropoulos et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Lebertransplantation (LT) stellt eine seltene Indikation zur Therapie nicht resektabler Lebermetastasen von neroendokrinen Tumoren dar. Der Fokus unserer auf einer systematischen Literaturrecherche basierten Analyse war das Überleben nach LT bei Lebermetastasen von neuroendokrinen Pankreastumoren.

Material und Methoden: Im Rahmen dieser Analyse konnten aus insgesamt 42 relevanten Studien lediglich Daten aus 18 Studien verwertet werden. Die Überlebensanalyse wurde mit der Kaplan-Meier Methode und dem log-rank Test durchgeführt.

Ergebnisse: Es wurden Daten von 81 transplantierten Patienten analysiert. Der häufigste neuroendokrine Primarius im Pankreas war das Gastrinom (n=20), gefolgt vom Inselzellkarzinom (n=10). 76% der Primärtumoren waren hormonaktiv, während 24% hornominaktiv. Die mittlere Beobachtungszeit nach der LT betrug 23±18 Monate. Zum Zeitpunkt der letzten Follow-up Kontrolle lebten 45/81 Patienten. Das 1-, 3-, und 5-Jahrensüberleben betrug jeweils 69%, 53% und 45%. Die Überlebensanalyse von hormonaktiven versus nicht aktiven Tumoren sowie zwischen den verschiedenen hormonaktiven Tumoren zeigte keine statistische Signifikanz (p=0,3962 und p=0,1154). Patienten mit Lebermetastasen eines VIPom`s hatten das beste Überleben nach LT gefolgt von Patienten mit pankreatischen Polypeoptiden.

Schlussfolgerung: Bei inoperablen Lebermetastasen individuell ausgewählter neroendokrinen Pankreastumoren erscheint die Lebertransplantation eine sinnvolle Therapieoption mit akzeptablem Kurz- und Langzeitüberleben.