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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Die Faszienbrücke: Refinement in der DIEAP-Präparation

Meeting Abstract

  • Katrin Seidenstücker - Sana Kliniken Düsseldorf Gerresheim, Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
  • Beatrix Munder - Sana Krankenhaus Gerresheim, Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
  • Uwe von Fritschen - Helios Klinik Berlin-Zehlendorf, Klinik für Plastische Chirurgie, Berlin, Deutschland
  • Christoph Andree - Sana Krankenhaus Gerresheim, Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch466

DOI: 10.3205/10dgch466, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch4665

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Seidenstücker et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die autologe Brustrekonstruktion mit Perforatorlappen hat sich als Goldstandart etabliert. Präoperatives Perfortormapping hat die Operation sicherer und schneller gemacht. Der DIEAP-Lappen hat sich durch seine niedrige Hebedefektmorbidität gegenüber dem freien und muskelsparendem TRAM durchgesetzt. In unserer Klinik erhält jede Patientin präoperativ eine Farbduplexsonographie zur Darstellung der Perforatoren. Bei kurzem intramuskulären und langstreckigen submuskulären Verlauf des dominanten Perforators führen wir ein Stielpräparation durch ohne die Faszie komplett zu eröffnen. Diese submuskuläre Lappenstielhebung weist eine noch geringere Hebedefektmorbidität auf.

Material und Methoden: Prospektiv wurden bei unseren Patientinnen prä- u. postoperativ eine Myosonographie zur dynamischen Muskelmessung durchgeführt. Hierfür wurde der Rektusmuskel beidseits relaxiert und kontrahiert ausgemessen. Ergänzend wurde präoperativ eine Farbduplexsonographie durchgeführt, um den dominanten Perforator zu finden und seinen Verlauf durch die Muskulatur darzustellen.

Ergebnisse: Bei dieser Technik der Lappenhebung wird die Faszie zirkulär am Perforator umschnitten. Es folgt eine zweite Faszieninzision kaudal in der Leiste um den Abgang der epigastrischen Gefäße darzustellen. Der Stiel wird submuskulär präpariert. Nach kranialem und kaudalem absetzten kann der Stiel submuskulär herausgezogen werden. Bereits in der myosonografischen 3-Monatskontrolle ist bei den Patientinnen kein Schwächung der Rektusmuskulatur mehr abzubilden.

Schlussfolgerung: Durch die präoperative Bildgebung mittels Duplexsonographie kann man den Perforator wählen, der einen kurzen intramuskulären Verlauf hat. Die Faszienbrücke führt zu einer erheblichen Stabilisation der Bauchwand und die Rektusmuskulatur wird geschont und zeigt schon frühpostoperativ keine Schwächung mehr.