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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Cholezystektomie im Single Incision Laparoscopic Surgery (SILS) Verfahren mit einem neuentwickelten Portsystem im Großtierversuch an 9 Minipigs – eine Durchführbarkeitsstudie

Meeting Abstract

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  • Alexander Kerscher - Universitätsklinikum Würzburg, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie, Würzburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch445

DOI: 10.3205/10dgch445, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch4452

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Kerscher.
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Gliederung

Text

Einleitung: Single incision laparoscopic surgery (SILS) ist ein vielversprechender Zwischenschritt auf dem Weg zum pure NOTES. Um laparoskopische Operationen über einen einzigen Schnitt am Nabel durchführen zu können, wurde ein neuartiges Portsystem (X-Cone® System, KARL STORZ GmbH & Co. KG, Tuttlingen, Germany) entwickelt und in einer Durchführbarkeitsstudie im Großtier bei 9 Cholezystektomien in Göttinger Minipigs getestet.

Material und Methoden: SILS Cholezystektomien wurden an 9 narkotisierten Göttinger Minipigs (43–61 kg) in einem Finalversuch durchgeführt. Eine einzelne infraumbilicale Inzision von 150–21mm wurde zum Einführen des wieder verwendbaren Mehrkanal-Ports aus Edelstahl gesetzt, weitere Zugänge waren nicht erforderlich. Für die Operation wurden eine handelsübliche 5 mm Schere, eine 5mm Fasszange, ein 10 mm Clip-Applikator und als einzige Instrumentenneuentwicklung eine angulierte 5 mm Fasszange verwendet, zusammen mit einer 5 mm Optik.

Ergebnisse: In allen 9 Schweinen konnte die Gallenblase ohne intraoperative Komplikationen von einem Operateur und einem Kameramann erfolgreich entfernt werden. Die OP-Zeit betrug 33 min bis 64 min. Die Begutachtung des Gallenblasenbetts bei der Obduktion der Tiere direkt postoperativ ergab ein sauberes Gallenblasenbett, korrekt platzierte Clips am Ductus cysticus und der Arteria cystica und keinen Anhalt für eine Blutungsquelle oder eine Gallenleckage im OP-Gebiet.

Schlussfolgerung: SILS-Cholezystektomie mit dem wieder verwendbaren X-Cone® Single Port System ist ein sicheres, gut durchführbares und insbesondere wirtschaftliches OP-Verfahren. Es wurden keine weiteren Zugänge oder eine zusätzliche Retraktion der Gallenblase benötigt. Der Peak der Lernkurve war schon vor Ende der Studie erreicht. Das System wurde nun bereits am Menschen für SILS-Cholezystektomien und SILS-Sigmaresektionen eingesetzt, bisher ohne Komplikationen und mit hervorragenden kosmetischen Ergebnissen.