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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Einfluss des Resektionsausmaßes auf die LQ bei Patienten mit Nicht-Kleinzelligen-Bronchialkarzinom

Meeting Abstract

  • Tobias Schulte - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie, Kiel, Deutschland
  • Peter Dohrmann - Universitätskrankenhaus Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie, Kiel, Deutschland
  • Thomas Küchler - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Referenzzentrum für Lebensqualität in der Onkologie, Kiel, Deutschland
  • Dieter C. Bröring - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie, Kiel, Deutschland
  • Roland Kurdow - St. Marien Krankenhaus, Chirurgische Klinik I, Lünen, Deutschland
  • Bodo Schniewind - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie, Kiel, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch406

DOI: 10.3205/10dgch406, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch4060

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Schulte et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bronchialkarzinome zählen weiterhin zu den häufigsten Karzinomen bei Männern und Frauen. Ziel dieser Untersuchung war es, die Auswirkung des Resektionsausmaßes auf die LQ vor und nach R0 Resektion eines NSCLCs zu untersuchen.

Material und Methoden: Zwischen Mai 1998 und Dezember 2004 wurden 159 Patienten an einem NSCLCs operiert. Untersucht wurde die LQ vor und nach dem operativen Eingriff. Hierzu erhielt die Patienten den Kernfragebogen der European Organization for Research and Treatment of Cancer (EORTC) QLQ-C30 sowie den lungenspezifischen Modulfragebogen EORTC QLQ-LC13. Die Befragung wurde vor der Operation, bei Entlassung sowie über 24 Monate nach dem operativen Eingriff durchgeführt.

Ergebnisse: Von den 159 Patienten unterzogen sich 131 Patienten einer Lob-/Bilobektomie sowie 28 Patienten einer Pneumonektomie. Alle Funktionsskalen zeigten zum Zeitpunkt der Entlassung einen deutlichen Abfall. Nach 3 sowie 6 Monaten verbesserten sich die Funktionsskalen leicht, ohne den präoperativen Wert zu erreichen. Eine Ausnahme stellte dabei jedoch die Bewertung der sog. „Global health“ dar. Hier konnte trotz erniedrigter Funktionsskalen eine Verbesserung bis hin zu den präoperativen Werten gezeigt werden. Ein ähnlicher Trend war bei den Symptomskalen zu verzeichnen. Patienten nach Lob-/Bilobektomie zeigten im Vergleich zu Patienten nach Pneumonektomie ein besseres Outcome sowohl im Bereich der Funktions- als auch Symptomskalen.

Schlussfolgerung: In diesem Kollektiv konnte gezeigt werden, dass die Patienten auch nach 24 Monaten nicht den klinischen Zustand wie vor der Operation erreichen, wie es bei anderen onkologischen Eingriffen gesehen wird. Somit stellt die Operation einen Einschnitt in die postoperative LQ dar, die Patienten passen jedoch ihren „Anspruch“ an die allgemeine Gesundheit im Sinne des sog. „Response shift“ ihrer Situation an.