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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Kombinierte arteriovenöse Komplikationen infolge zentraler Hüftprothesenluxation – ein Fallbericht

Meeting Abstract

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  • Florian Thermann - St. Elisabeth und St. Barbara Halle, Gefäßchirurgie, Halle, Deutschland
  • Ulrich Wollert - St. Elisabeth und St. Barbara Halle, Gefäßchirurgie, Halle, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch384

DOI: 10.3205/10dgch384, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch3843

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Thermann et al.
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Gliederung

Text

Kasuistik: Wir beschreiben den Fall einer Hüftprothesenluxation mit der Folge kombinierter arterieller und venöser Komplikationen. Als Ursache eines Gefäßverschlusses stellte sich eine osteoporosebedingt zentral luxierte Hüftprothese dar. Diese hatte zur Auslenkung der Gefäßachse mit Arrosion der Iliacalarterie (Ausbildung Aneurysma spurium) und Kompression der Vene (tiefe Thrombose) geführt. Therapeutisch erfolgten die Embolektomie mit endovaskulärer Aneurysmaausschaltung. Während direkte Gefäßläsionen im Rahmen von Hüftgelenkoperationen beschrieben wurden, ist eine gleichzeitig das arterielle und venöse System betreffende Komplikationskaskade bisher nicht publiziert. Der Fall zeigt, dass einem scheinbar klaren Krankheitsbild auch atypische Ursachen zugrunde liegen können, die eine entsprechende Bildgebung benötigen. Durch Hybridtechniken können dem Patienten bei entsprechendem Krankheitsbild deutlich weniger invasive Therapiewege ohne Ergebniseinschränkung angeboten werden.