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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Brustchirurgie – 608 Patienten – 1987 bis 2009

Meeting Abstract

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  • Ulrike Von Stoltzenberg - Chirurgische Gemeinschaftspraxis Dr. Steinbring und Partner, Plastische Chirurgie, Wesel, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch206

DOI: 10.3205/10dgch206, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch2069

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Von Stoltzenberg.
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Gliederung

Text

Einleitung: Aufgeschlüsselt wurden Daten von 608 Patienten mit einem bunten Bild von Brusterkrankungen der Jahre 1987 bis 2009 aus einer plastisch-chirurgischen Praxis. 88 Patienten unterzogen sich einem Brustaufbau aus ästhetischer Indikation oder nach Mammakarzinom. Gezeigt werden soll die Art der Implantate und Volumenvergrößerung im oben angegebenen Zeitraum.

(Abbildung 1 [Abb. 1])

Methoden: Vorgenommen wurden nach Pitanguy, Strömbeck, Lejour, Maillard, Reduktionsplastiken, Augmentationen, Volumenrekonstruktion mit Eigengewebe (besonders nach Explantation von Trilucent-Prothesen), subkutane Mastektomie, Mamillenrekonstruktion, Operation an invertierten Mamillen, tuberöse Brustumformung, Versorgung der nicht-puerperalen Mastitis, Verbrennungsnarbenkorrektur in der Brustregion, operative Maßnahmen bei carcinoma lobulare in situ, carcinoma ductale in situ, Mastektomie im Rahmen von Geschlechtsumwandlung, Brustknotenexstirpationen.

Technologien: Zur Präparation der Prothesenlager wurde ehemals das Kautermesser, seit 2007 harmonic ultracision verwendet. Implantiert wurden Prothesen diverser Art – seit 1997 vorwiegend makromolekulare Silikonprothesen. Zur Präsentation ist ein Video angefertigt, das eine Prothesenimplantation zeigt.

Ergebnisse: Während 1987 bis 1996 wurden saline filled Implantate verwendet, 1991 bis 1992 Misti Gold, 1996 bis 1999 Trilucent, 1997 bis dato makromolekulare Silikonprothesen. Nach Explantation der Sojaöl-Prothesen entschieden sich mehrere Patienten zum Volumenaufbau mittels Eigengewebe.Patienten mit großvolumiger verbliebener Mamma nach Brustkrebs erhielten eine Überweisung in ein Brustzentrum.

Prothesenchemie der letzten 22 Jahre:

1.
1987 bis 1996 saline filled Implantate
2.
1991 bis 1992 Misti Gold
3.
1996 bis 1999 Trilucent
4.
ab 1997 makromolekulares Silikon

Schlussfolgerung: Heutigentags werden weiterhin zum ästhetischen Brustaufbau wie auch zur Brustrekonstruktion nach Mammakarzinom durchaus Implantate verwendet. Brustrekonstruktionen mittels Lappen mit mikrochirurgischem Gefäßanschluss, Verwendung von Hyaluroninjektaten, Anwendung von Biomatrix wie beispielsweise „Strattice“ sind unabdingbar weiterhin Brustzentren zu überlassen. Um adäquate Diagnosestellung und Behandlungen zu erreichen, war bereits in den achziger und neunziger Jahren die Kooperation vieler Fachdisziplinen erforderlich. Insbesondere bei Brustkrebspatienten erlangte größte Wichtigkeit die Erstellung individueller Behandlungspläne im Rahmen der in den neunziger Jahren entstandenen onkologischen Arbeitskreise unter Einbeziehung von Pathologen, Internisten, Gynäkologen, plastischen Chirurgen, Radiologen – Strahlentherapeuten und Labormedizinern.