gms | German Medical Science

127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Die Akkumulation von Laktat im Rahmen der Wundheilung stimuliert die Expression von Schlüsselgenen für das Homing mesenchymaler Stammzellen

Meeting Abstract

  • Derek Zieker - Universitätsklinikum Tübingen, Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Tübingen, Deutschland
  • Markus Löffler - Universitätsklinik Tübingen, Abteilung für Transfusionsmedizin, Tübingen, Deutschland
  • Ingmar Königsrainer - Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Tübingen, Deutschland
  • Stefan Löb - Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschriurgie, Tübingen, Deutschland
  • Jörg Glatzle - Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Allgemeine, Visceral und Transplantationschirurgie, Tübingen, Deutschland
  • Alfred Königsrainer - Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Comprehensive Cancer Center (CCC), Tübingen, Deutschland
  • Hinnak Northoff - Universitätsklinik Tübingen, Abteilung für Transfusionsmedizin, Tübingen, Deutschland
  • Stefan Beckert - Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Tübingen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch178

DOI: 10.3205/10dgch178, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch1782

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Zieker et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Im Verlauf der Wundheilung akkumulieren hohe Konzentrationen an Laktat im Gewebe. Es konnte gezeigt werden, dass sich in experimentellen Wunden durch exogene Zugabe von Laktat eine erhöhte Anzahl von Stammzellen detektieren lässt. Ob es sich dabei um ein Einwandern von Stammzellen aus der Blutbahn oder eine Aktivierung von ortsständigen Stammzellen handelt, ist unklar. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es zu prüfen, ob Laktat in der Lage ist, die Expression von Schlüsselgenen zu modulieren, die in die Regulation des Stammzellhoming involviert sind.

Material und Methoden: Human umbilical vein endothelial cells (HUVEC) und mesenchymale Stammzellen (MSC) wurden mit verschiedenen Konzentrationen an Laktat inkubiert und die Genexpression mittels der Microarray-Technologie analysiert. Die veränderte Expression von Zielgenen wurde durch qRT-PCR bestätigt. Die Untersuchung der Proteinexpression erfolgte mittels FACS.

Ergebnisse: Bei MSC kann durch Inkubation mit Laktat eine gesteigerte Genexpression der Stammzellrezeptoren c-Kit und CXCR-4 nachgewiesen werden. Korrespondierend hierzu ist in HUVEC die Genexpression der Chemokine (Stammzellliganden) CXCL-12 (SDF-1) und SCF erhöht. Diese Stimulation der Genexpression ist in beiden Zelltypen auch auf Proteinebene zu detektieren.

Schlussfolgerung: Laktat stimuliert die Expression von Genen, die für die Regulation des Homings mesenchymaler Stammzellen kodieren. Der Zusammenhang zwischen Laktat und einer Begünstigung des Homings von Stammzellen eröffnet eine neue Perspektive zum Verständnis der Wundheilungsphysiologie.