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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Adipogene Stammzellen verbessern signifikant die Revaskularisation und osteozytäre Repopulisation avitaler Kortikalis im Kaninchenmodell

Meeting Abstract

  • Oliver Kloeters - BG-Unfallklinik-Ludwigshafen, Klinik für Hand, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerbrandverletzenzentrum, Ludwigshafen, Deutschland
  • Irina Berger - Universitätsklinikum Heidelberg, Pathologisches Institut, Heidelberg, Deutschland
  • Kai Megerle - BG-Unfallklinik-Ludwigshafen, Klinik für Hand, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerbrandverletzenzentrum, Ludwigshafen, Deutschland
  • Michael Pelzer - BG-Unfallklinik-Ludwigshafen, Klinik für Hand, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerbrandverletzenzentrum, Ludwigshafen, Deutschland
  • Henning Ryssel - BG-Unfallklinik-Ludwigshafen, Klinik für Hand, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Schwerbrandverletzenzentrum, Ludwigshafen, Deutschland
  • Günter Germann - Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Ludwigshafen, Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie - Schwerbrandverletztenzentrum, Ludwigshafen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch170

DOI: 10.3205/10dgch170, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch1703

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Kloeters et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Adipogene Stammzellen (ADSC) sind im Fettgewebe des menschlichen Körper in hoher Anzahl vorhanden und können u.a. osteogen, chondrogen und adipogen differnziert werden. Ziel dieser tierexperimentellen Studie war die Untersuchung des Einflusses osteogen-andifferenzierter adipogener Stammzellen (OS-ADSC) auf die Knochenneubildung und Revaskularisation avitaler Spender-Kortikalis.

Material und Methoden: Ein inguinales arteriovenösen Gefäßbündel des Kaninchens wurde präpariert und distal ligiert. Ein mit osteogen andifferenzierten Stammzellen besiedelter Scaffold (n=6) wurde über einen zentralen Kanal implantiert zur Induktion einer zentroperipheren Neovaskularisation. In gleicher Sitzung wurde zusätzlich dieses Konstrukt in avitale Kortikalis eines Spender-Kaninchens implantiert. Als Kontrolle dienten unbesiedelte Scaffolds (n=6). Nach 3 Monaten erfolgte die Explantation und histologische Auswertung (Technovit 9100, H&E-Färbung, CD-56- und VEGF-Staining). Darüberhinaus wurden die Knochenregenerationsparameter (Osteoidvolumen, Anzahl der Osteozyten, Osteoklasten und Osteoblasten) ausgewertet.

Ergebnisse: OS-ADSC-Scaffolds zeigten eine signifikant höhere Dichte an kapillärer Gefäßeinsprossung (Neovaskularisation) im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die jeweilige Kortikalis zeigte eine signifikant höhere Gefäßeinsprossung ausgehend vom vaskularisierten Scaffold. Vitale Osteozyten und Osteoblastenbesiedlungen in der vormals avitalen Kortikalis waren ebenfalls ausschließlich in der Stammzellgruppe darstellbar.

Schlussfolgerung: OS-ADSC's besiedelte Scaffolds begünstigen die Revaskularisation und die Repopulisation einer avitalen Kortikalis mit vitalen Osteozyten und Osteoblasten. Aus klinischer Sicht bietet dieses Konstrukt ein hohes Potential künftig zur Behandlung pseudarthrotischer Knochenprozesse und avaskulärer Knochennekrosen geeignet zu sein.