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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Mausmodell der Sleeve-Gastrektomie

Meeting Abstract

  • Markus Alexander Küper - Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Allgemein-, Visceral-, Transplantationschirurgie, Tübingen, Deutschland
  • Heinz Breer - Universität Hohenheim, Institut für Physiologie, Stuttgart, Deutschland
  • Karin Schwarzenbacher - Universität Hohenheim, Institut für Physiologie, Stuttgart, Deutschland
  • Alfred Königsrainer - Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Comprehensive Cancer Center (CCC), Tübingen, Deutschland
  • Michael Kramer - Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Allgemein-, Visceral-, Transplantationschirurgie, Tübingen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch118

DOI: 10.3205/10dgch118, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch1185

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Küper et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die morbide Adipositas nimmt weltweit zu. Eine wirksame Therapie steht in den verschiedenen bariatrischen Prozeduren zur Verfügung. Die Sleeve-Gastrektomie wird zunehmend praktiziert. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines Mausmodells der Sleeve-Gastrektomie, um neben den physiologischen Vorgängen auch mögliche Langzeitschäden untersuchen zu können.

Material und Methoden: 15 männliche C57/BL6 Mäuse erhielten in 3 Gruppen à 5 Tiere jeweils im Alter von 4 Wochen eine mediane Laparotomie und eine Sleeve-Gastrektomie. Das Gewicht der Tiere wurde über 14 Tage postoperativ täglich, sowie über 10 Wochen postoperativ wöchentlich erfasst und mit dem nicht operierter Tiere verglichen.

Ergebnisse: 12/15 Tieren überlebten die Sleeve-Gastrektomie. Zweimal trat in der 1. Gruppe eine Frühinsuffizienz am His'schen Winkel auf. Bei diesen Tieren war der fortlaufende Verschluss des Restmagens von distal nach proximal erfolgt. Bei den restlichen Tieren trat keine Insuffizienz mehr auf, hier wurde der Restmagen von proximal nach distal fortlaufend verschlossen. Ein Tier aus der dritten Gruppe starb an einem Spätabszess in der Bauchdecke 7 Wochen post OP. Bezüglich des Gewichtsverlaufes unterschieden sich die operierten Tiere nur leicht von den Kontroll-Tieren (29,2±0,9 vs. 27,9±1,2g bzw. 143% vs. 134% des Ausgangsgewichtes nach 10 Wochen). Der relative Hauptunterschied war nach 10 Tagen vorhanden (110% vs. 99% des Ausgangsgewichtes).

Schlussfolgerung: Die Sleeve-Gastrektomie bei der Maus ist möglich. Der Verschluss des Restmagens sollte von proximal nach distal erfolgen, um Insuffizienzen zu vermeiden. Bei normalgewichtigen Mäusen hat die Sleeve-Gastrektomie nur einen geringen Effekt auf das Gewicht, der sich im Verlauf auszugleichen scheint. Eine Überprüfung in verschiedenen Tiermodellen der Adipositas erfolgt derzeit.