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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Folgekomplikationen von Anastoseninsuffizienzen nach Kolonkarzinomresektionen

Meeting Abstract

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  • Rainer Kube - Chirurgische Klinik, Sekretariat, Cottbus, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch040

DOI: 10.3205/10dgch040, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch0404

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Kube.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ziel ist die Darstellung der Auswirkungen von Anastomoseninsuffizienzen (AI) nach Resektionen wegen eines Kolonkarzinoms auf das perioperative Outcome und das onkologische Langzeitergebnis.

Material und Methoden: Anhand der Daten der bundesweiten Qualitätssicherungsstudie „Kolon/Rektum-Karzinome (Primärtumor)” erfolgt eine Analyse aller 844 Patienten der Studie, die nach Kolonkarzinomresektionen eine AI entwickelten hinsichtlich der Hospitalletalität, der AI-assoziierten postoperativen Morbidität und des Langzeitverlaufes.

Ergebnisse: Die Hospitalletalität nach AI betrug 18,6% (n=157 von 844) vs. 2,6% (n=700 von 27 427) ohne AI. Sekundärkomplikationen durch AI traten in 62,7% (n=529 von 844) auf. Patienten ohne AI hatten zum Vergleich eine Gesamt-Komplikationsrate von 19,9 % (n=5.479 von 27 424). AL hatten einen schlechteren onkologischen Langzeitverlauf (5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit mit AL 51,0% vs. 67,3% ohne AL (p<0,001); tumorfreie 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit mit AL 63,0% vs. 74,6% ohne AL (p<0,001).

Schlussfolgerung: Postoperative AI nach Kolonkarzinomresektionen haben eine signifikante Morbidität und Letalität, verbunden mit dem Risiko eines schlechten onkologischen Langzeitergebnisses.