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125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

22. - 25.04.2008, Berlin

Laparoskopische Implantation des adjustierbaren Magenbandes – 5-Jahres Follow up

Meeting Abstract

  • corresponding author C.P. Busch - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg - Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • S. Gros - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg - Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • H. Ameis - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg - Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • N. Mommsen - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg - Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • T. Strate - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg - Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • J.R. Izbicki - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg - Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • O. Mann - Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg - Eppendorf, Hamburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 22.-25.04.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgch9729

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2008/08dgch611.shtml

Veröffentlicht: 16. April 2008

© 2008 Busch et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Implantation eines adjustierbaren Magenbandes bietet die Möglichkeit der signifikanten Gewichtsreduktion und damit verbunden zu einer Verbesserung gewichtsassoziierten Begleiterkrankungen. Ziel der Untersuchung war es den langfristigen Gewichtsverlauf, sowie begleitend die Lebensqualität und den Verlauf der Nebendiagnosen nach Implantation eines adjustierbaren Magenbandes bei Patienten mit Adipositas permagna zu untersuchen.

Material und Methoden: Patienten und Methodik: Zwischen 12/1997 und 11/2003 wurden 94 Patienten (77 Frauen und 17 Männer) mit einem mittleren BMI von 49,5 ± 9,2 kg/m2 ein adjustierbares Magenband laparoskopisch implantiert. Bei allen Patienten traten neben Adipositas permagna signifikant adipositas-assoziierte Komorbidität auf. Obligat umfasste die Diagnostik eine Ösophagoduodenoskopie, eine 24-h-pH-Metrie, eine Ösophagomanometrie, eine radiologische Kontrastmitteldarstellung des Ösophagus, ein Ernährungsprotokoll und die Lebensqualität (BAROS, SF-36). Die Blockung des Bandes erfolgte nach subjektivem Befinden des Patienten und dem bereits erzielten Gewichtsverlust. Die Nachbeobachtungszeit betrug mindestens 48 Monate.

Ergebnisse: Mittlerer Excessive Weight Loss (EWL) betrug 47,67% nach 5 Jahren. Bei Patienten mit einem präoperativen gastroösophagealen Reflux (pathologischen DeMeester-Score) kam es postoperativ zu keiner signifikanten Beeinflussung des Refluxes. Bei 18/94 Patienten (19%) lag präoperativ ein Diabetes mellitus Typ II vor. 60 Monate postoperativ lag nur bei 3/94 Patienten (3%) eine diabetische Stoffwechsellage vor (p<0,01). Weiterhin hatten 32/94 der Patienten (34%) präoperativ einen arteriellen Hypertonus. 60 Monate postoperativ hatten nur noch 12/94 Patienten (13%) einen therapiebedürftigen Bluthochdruck (p<0,01). Die Lebensqualität war ebenfalls signifikant verbessert und korrespondierte mit dem Gewichtsverlauf (BAROS gut bis ausgezeichnet 71/94 (75%)).

Schlussfolgerung: Die funktionelle Magenverkleinerung mittels Implantation eines adjustierbaren Magenbandes führt zu einer langfristig stabilen Gewichtsreduktion, einer signifikanten Verbesserung der gewichtsassoziierten Begleiterkrankungen und resultiert in einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität.