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125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

22. - 25.04.2008, Berlin

Laparoskopische partielle Fundoplikatio im Vergleich zu Nissen’s Fundoplikatio, prospektiv-randomisierte Studie

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 22.-25.04.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgch8970

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2008/08dgch277.shtml

Veröffentlicht: 16. April 2008

© 2008 Ahmad.
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Gliederung

Text

Einleitung: Der klinische Effekt der partiellen Fundoplikatio ohne Durchtrennung der Aa und Vv gastricae breves am Magenfundus wird mit dem von Nissen’s Fundiplikatio verglichen. Diese Studie vergleicht die Ergebnisse der kompletten mit der partiellen Fundoplikatio für die Zeit von 3 Jahren.

Material und Methoden: Zwischen Dez. 1999 und 2004, 200 Patienten, die zu einer laparoskopischen Antirefluxprozedur geplant waren, wurden in zwei Gruppen randomisiert. 180 Patienten konnten wir für drei Jahre postoperative Beobachtung gewinnen. Gruppe A: 88 Patienten wurden mit Nissen's Fundoplikatio mit Durchtrennung Aa und Vv gastricae breves versorgt.Gruppe B: 92 Patienten erhielten partielle Fundoplikatio ohne Durchtrennung der Aa und Vv gastricae breves. Alle Patienten wurden präoperativ klinisch, mit Ösophagogastroduodenoskopie, PH-und Manometrie, abd. Ultraschall und Bluttest untersucht. Fragebogen wurde präoperativ, 4 Wochen, 3 und 6 Monate, 1, 2 und 3 Jahre nach Operation ausgefüllt. Dokumentiert wurden alle prä-und postoperativen Refluxsymptome und die neuen klinischen Symptome, die durch die Antireflux-Operation entstanden sind. Die prä- und postop. Lebensqualität wurde ebenfalls abgefragt.

Ergebnisse: Es ergab sich kein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen bis 3 Jahre nach Operation bezüglich der Inzidenz von retrosternalem Schmerz, Regurgitation, Odynophagie, frühzeitiger Sättigung, Unfähigkeit zum Aufstoßen, Erbrechen, nächtlichen Husten oder respiratorischer Symptome. Es war ebenfalls kein Unterschied zwischen beiden Gruppen bezüglich der Inzidenz von Sodbrennen, dieses wurde mit ja/nein und mit visuellem Analog-Skala von 0 bis 10 gemessen. Deutlich signifikant- höhere Inzidenz von Flatus-Bildung und epigastrischen Blähungen sowie von postoperativer Dysphagie wurde in den ersten 6 Monaten in Gruppe A registriert. Die Lebensqualität (gemessen durch den visuellen Analog- Skala von 1-10) war signifikant besser in Gruppe B in den ersten 6 Monaten und wurde danach gleich bis zum dritten Jahr nach der Operation. Operationszeit war signifikant-höher in Gruppe A..

Schlussfolgerung: Nissen's Fundoplikatio mit Durchtrennung der Aa und Vv gastricae breves erwies keine erkennbaren Vorteile im Vergleich zu der partiellen Fundoplikatio ohne Durchtrennung der Fundusblutgefäße, zumindest in den ersten 3 Jahren nach Operation. Die Nebenwirkungen, wie Dysphagie, Blähungen sowie Operationszeit waren signifikant-höher in der Nissen's Fundoplikatio-Gruppe. Die Lebensqualität besserte sich in beiden Gruppen, jedoch weniger in der Nissen's Fundoplikatio-Gruppe in den ersten 6 Monaten.****3 Minuten Video, Op.-Technik wird gezeigt.