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125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

22. - 25.04.2008, Berlin

Der Einfluß der synthetischen Netzimplantation nach offener Bauchbehandlung auf die intestinale Integrität: Eine experimentelle Studie

Meeting Abstract

  • corresponding author M. Overhaus - Chirurgische Klinik des Universitätsklinikums Bonn, Bonn, Deutschland
  • N. Schäfer - Chirurgische Klinik des Universitätsklinikums Bonn, Bonn, Deutschland
  • A. Hirner - Chirurgische Klinik des Universitätsklinikums Bonn, Bonn, Deutschland
  • J.C. Kalff - Chirurgische Klinik des Universitätsklinikums Bonn, Bonn, Deutschland
  • R. Tolba - Haus der Experimentellen Therapie des Universitätsklinikums Bonn, Bonn, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 22.-25.04.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgch9841

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2008/08dgch228.shtml

Veröffentlicht: 16. April 2008

© 2008 Overhaus et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die vorliegende experimentelle Studie untersucht die lokale und systemische Entzündungsreaktion, sowie die intestinale Kontraktilität nach Implantation eines resorbierbaren synthetischen Netzes in die Bauchdecke, wie es nach offener Bauchbehandlung verwendet wird.

Material und Methoden: Sprague Dawley Ratten wurde entweder ein resorbierbares Netz in die Bachdecke implantiert oder einer Sham Operation unterzogen. Myeloperoxidase-positive Zellen in der intestinalen Muskularis wurden in der Histochemie nach 48 h quantifiziert. Der intestinale Transit wurde mit der IC-View Technik 48 h nach Operation analysiert. Die lokale (Peritonealflüssigkeit) und systemische (Serum) Inflammationsantwort wurde mit TNF-α und IL-6 ELISA als auch mit Malondialdehyde (MDA) Expression gemessen.

Ergebnisse: Die Neutrophileninfiltration in die intestinale Muskularis zeigte keinen Unterschied zwischen den netzimplantierten Tieren und den Sham Tieren 48 h nach Operation (Sham vs. Netz: 17,8 ± 5,8 vs. 23,5 ± 2,6 Zellen/ x100 Vergrößerung, p > 0.05). Der gastrointestinale Transit nach 48 h war in beiden Gruppen unbeeinflußt (Sham vs. Netz 83 ± 2,6 cm vs. 80 ± 2,9 cm, p > 0,05). Auch die TNF- α, IL-6 und MDA Expression zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Gruppen sowohl im Serum (Sham vs. Netz, TNF-α: 2,76 ± 0,14 vs. 3,24 ± 0,32 pg/ml, IL-6: 59,91 ± 9,26 vs. 48,61 ± 3,40 pg/ml, MDA: 3,71 ± 0,67 vs. 2,93 ± 0,39 ng/l, p > 0,05) als auch in der Peritonealflüssigkeit (Sham vs. Netz, TNF-α: 17,13 ± 3,31 vs. 17,83 ± 1,13 pg/ml, IL-6: 215,64 ± 18,61 vs. 202,18 ± 11,28 pg/ml, MDA: 0,57 ± 0,09 vs. 0,69 ± 0,09 pg/ml, p > 0,05).

Schlussfolgerung: Sowohl die intestinale Kontraktilität als auch die lokale und systemische Inflammationsantwort werden von der Netzimplantation nicht beeinflusst. Daher ist der Bauchdeckenverschluß mit resorbierbarem Netz eine sichere und zuverlässige Methode ohne die intestinale Integrität zu beeinflussen.