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125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

22. - 25.04.2008, Berlin

Die kritische Grenze für Lymphknotenmetastasen und Tumorrezidive bei Patienten mit Frühkarzinomen des Ösophagus

Meeting Abstract

  • corresponding author J.M. Leers - Department of Surgery, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles, California
  • S.R. DeMeester - Department of Surgery, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles, California
  • A. Oezcelik - Department of Surgery, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles, California
  • S. Ayazi - Department of Surgery, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles, California
  • E. Abate - Department of Surgery, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles, California
  • F. Banki - Department of Surgery, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles, California
  • J. Lipham - Department of Surgery, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles, California
  • J.A. Hagen - Department of Surgery, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles, California
  • T.R. DeMeester - Department of Surgery, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles, California

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 22.-25.04.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgch9437

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2008/08dgch177.shtml

Veröffentlicht: 16. April 2008

© 2008 Leers et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die endoskopische Resektion des Ösophaguskarzinoms ist eine adäquate Therapieoption für Patienten mit pT1 Frühbefunden. Eine wichtige Voraussetzung für diese limitierte Tumorresektion ist die Selektion der Patienten, da operationstechnisch keine Lymphadenektomie durchgeführt wird.

Material und Methoden: 139 Patienten mit pT1 Adenokarzinom (23 Frauen) und einem mittleren Alter von 64 Jahren erhielten eine Ösophagektomie an der University of Southern California. Die Tumorinfiltrationstiefe, lymphovaskuläre Invasion und Tumordifferenzierung in 2 Gruppen (low grade und high grade) wurde festgelegt und mit dem klinischen Outcome verglichen. Die Tumorinfiltrationsstiefe wurde entsprechend der TNM Klassifikation in Mukosa (pT1a) und Submukosa (pT1b) eingeteilt. Eine weitere Unterteilung erfolgte bei pT1a Tumoren in M2 (Invasion in die Lamina propria) und M3 (Invasion in, aber nicht durch die Muscularis mucosae). Die Submukosainfiltration wurde weiterhin in Drittel eingeteilt (SM1: oberflächlich, SM2: mittel, SM3 tief).

Ergebnisse: Das mediane Follow-up betrug 42 Monate. Es zeigten sich signifikant mehr pT1b Tumoren mit lymphovaskulärer Invasion (p<0,0001), Lymphknotenmetastasen (p<0,0001), Rezidiven (p<0,0001) und tumorassoziiertem Tod (p<0,0001) als in pT1a Tumoren. High grade Tumoren zeigten signifikant mehr lymphovaskuläre Invasion (p<0.0001), sowie mehr Lymphknotenmetastasen (p=0.0012) und Rezidive (p=0.0362). Die Unterteilung in M1 und M2 und die Unterteilung in SM1, 2 und 3 war nicht signifikant mit der Prognose vergesellschaftet. Tabelle 1 [Tab. 1]

Schlussfolgerung: Obwohl Lymphknotenmetastasen bei pT1 Tumoren selten sind, erhöht schon die Infiltration in die Muscularis mucosae das Risiko eines Lymphknotenbefalls. Deshalb stellt dies die kritische Barriere für die limitierte Tumorresektion dar. Eine Unterteilung der Submukosa ist nicht weiter hilfreich. Sobald eine Infiltration der Submukosa vorliegt, sollte eine aggressive Tumorresektion mit Lymphadenektomie durchgeführt werden.