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125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

22. - 25.04.2008, Berlin

Kryotherapie bei Hämangiomen

Meeting Abstract

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  • corresponding author S. Grasshoff - Universitätsklinik Würzburg, Abt. Kinderchirurgie, Würzburg, Deutschland
  • S. Diehl - Universitätsklinik Würzburg, Kinderklinik, Würzburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 22.-25.04.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgch9719

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2008/08dgch104.shtml

Veröffentlicht: 16. April 2008

© 2008 Grasshoff et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Nachdem die Behandlung der Hämangiome über Jahrzehnte aufgrund einer großen Spontanremissionsrate sehr zurückhaltend gehandhabt wurde, steht mit der Kryotherapie eine schnelle, nebenwirkungsarme Therapieform für cutane Hämangiome zur Verfügung.

Material und Methoden: Nach anfänglicher Behandlung mit flüssigem Stickstoff (-196°C) ist die Entwicklung zu einer gewebeschonenderen Technik übergegangen. Hier zu stehen unterschiedliche Geräte mit elektrischer Kühlung und einer Arbeitstemperatur von -32°C zur Verfügung. Die Geräte sind im Vergleich zur herkömmlichen Stickstofftherapie nach einer Vorkühldauer von 2- 5 Minuten ohne Materialverbrauch sofort einsetzbar. Unter Verwendung eines oberflächlichen Lokalanästhetikums ist die Behandlung schmerzfrei durchführbar.

Ergebnisse: Wir haben in den vergangenen 12 Monaten jeweils 90 Patienten vergleichend mit den auf dem deutschen Markt zur Verfügung stehenden Kryotherapiegeräten behandelt und in Abständen nachuntersucht. Nach einem vorher festgelegten Score wurde der Therapieerfolg unter Berücksichtigung der Hämangiomregression, der Anwendungshäufigkeit der Kryotherapie, der Notwendigkeit eines Verfahrenswechsels sowie der lokalen Nebenwirkungen ausgewertet.

Schlussfolgerung: Kryotherapie ist ein einfach anzuwendendes, nebenwirkungsarmes Verfahren, das bei oberflächlichen Hämangiomen bereits bei -32°C eine schnelle Therapie ermöglicht und ein kosmetisch ansprechendes Ergebnis liefert.