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124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

01. - 04.05.2007, München

Technik der laparoskopischen intersphinktären Rektumresektion (ISR)

Meeting Abstract

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  • P. Metzger - Abteilung für Chirurgie, SMZ-OST am Donauspital, Wien, Österreich
  • G. Novi - Abteilung für Chirurgie, SMZ-OST am Donauspital, Wien, Österreich
  • M. Hofmann - Ludwig Boltzmann Institut für Chirurgische Onkologie, SMZ-OST am Donauspital, Wien, Österreich
  • corresponding author R. Schiessel - Abteilung für Chirurgie, SMZ-OST am Donauspital, Wien, Österreich

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 01.-04.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07dgch7207

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2007/07dgch621.shtml

Veröffentlicht: 1. Oktober 2007

© 2007 Metzger et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die ISR ist eine Technik, bei der auch tiefsitzende Karzinome des Rektum sphinktererhaltend reseziert werden können. Wir haben kürzlich eine Operationstechnik entwickelt, bei der dieser Eingriff laparoskopisch ohne großen zusätzlichen Zeitaufwand durchgeführt werden kann.

Material und Methoden: Dieser Eingriff wird nach genauer präoperativer Abklärung durch 1) Digitalbefund, 2) Endoskopie und Biopsie, 3) MRT des Rektums und 4) Sphinktermanometrie geplant. Ausschließungsgründe für die Operation sind: undifferenzierter Tumor, T4- Stadium und schlechte Sphinkterfunktion. Der abdominelle Teil wird im 4 Trokarttechnik (1x11mm Optikport, 3x5mm Arbeitsport) durchgeführt. Die Präparation erfolgt entweder mit dem 5mm Ultracision oder dem 5mm Ligasure- Atlas. Der Eingriff wird synchron von abdominell und peranal von 2 Teams durchgeführt. Dafür wurde eine eigene Lagerungstechnik entwickelt. Die Operation verläuft in folgenden Phasen: 1) totale mesorektale Exzision, 2) peranale intersphinktäre Resektion des Rektum, 3) Bildung eines axialen Kolonpouches, 4) Durchzug des Kolon und koloanale Anastomose, 5) protektive Transversostomie oder Ileostomie. Die Präparatbergung erfolgt von peranal, sodass keine zusätzliche Inzision am Abdomen notwendig ist. Der Stomaverschluß erfolgt nach 6 Wochen.

Ergebnisse: Von den insgesamt 160 intersphinktären Resektionen wurden 7 laparoskopisch durchgeführt. Die mittleren Operationszeiten betrugen bei der offenen ISR 175 min, bei der laparoskopischen 237 min.

Schlussfolgerung: Die laparoskopische intersphinktäre Resektion ist ein praktikables Operationsverfahren, dass mit vertretbarem Zeitaufwand durchgeführt werden kann. Die Vorteile der laparoskopischen Vorgangsweise können derzeit bis auf das hervorragende kosmetische Ergebnis noch nicht abgeschätzt werden.