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124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

01. - 04.05.2007, München

Isolierung mesenchymaler Stammzellen aus der humanen Nabelschnur als Grundlage für eine autologe Stammzelltherapie in der Kinderchirurgie

Meeting Abstract

  • corresponding author V. Lechner - Abteilung für Kinderchirurgie, Chirurgische Universitätsklinik, Würzburg, Deutschland
  • A. Pfeifroth - Abteilung für Kinderchirurgie, Chirurgische Universitätsklinik, Würzburg, Deutschland
  • A. Thiede - Abteilung für Kinderchirurgie, Chirurgische Universitätsklinik, Würzburg, Deutschland
  • B. Höcht - Abteilung für Kinderchirurgie, Chirurgische Universitätsklinik, Würzburg, Deutschland
  • Th. Meyer - Abteilung für Kinderchirurgie, Chirurgische Universitätsklinik, Würzburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 01.-04.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07dgch6655

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2007/07dgch556.shtml

Veröffentlicht: 1. Oktober 2007

© 2007 Lechner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Mesenchymale Stammzellen (MSZ) besitzen die Eigenschaft sich in verschiedene Gewebe zu differenzieren und können heute in einer Vielzahl von Geweben sowohl des adulten als auch des fetalen Organismus nachgewiesen werden. Im Rahmen dieser Untersuchung sollte analysiert werden, in wie weit MSZ oder MSZ-ähnliche Zellen in der humanen Nabelschnur nachweisbar sind.

Material und Methoden: Nach vaginaler Geburt (n=8) oder Sectio cesarea (n=13) wurden ca. 10cm der humanen Nabelschnur entnommen und in ca. 1 cm große Abschnitte aufgeteilt. Anschließend wurden die Gefäße mit einer Pinzette entfernt und das restliche Gewebe in einem Enzym-Cocktail verdaut. Die auf diese Weise isolierten Zellen wurden bei 300g zentrifugiert, das Pellet resuspendiert und in einem Standardmedium kultiviert.

Ergebnisse: (1) Umbilikale mesenchymale Stammzellen (UMSZ) lassen sich in ausreichender Anzahl isolieren und (2) leicht kultivieren. (3) In der primären Kultur zeigten die isolierten Zellen eine fibroblastoide Zellmorphologie. (4) UMSZ lassen sich in vitro leicht expandieren und zeigen eine Differenzierung in verschiedene Zelltypen (5) Immunhistochemisch exprimieren diese Zellen mesenchymale Stammzellmarker (CD13, CD105), jedoch keine hämatopoetischen Stammzellmarker (CD14 und CD34).

Schlussfolgerung: Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich mesenchymale Stammzellen in der humanen Nabelschnur nachweisen lassen. Sie stellen somit eine wertvolle Ressource zur Gewinnung von potenten Zellen für zellbasierte Therapieansätze in der Chirurgie und besonders in der Kinderchirurgie dar.