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124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

01. - 04.05.2007, München

Seltene extrapulmonale Manifestation einer bronchogenen Zyste im Bereich der Schulter

Meeting Abstract

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  • corresponding author C. Städtler - Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Kinderkrankenhaus
  • M. Pauly - Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Kinderkrankenhaus
  • M. Friese - Institut für Pathologie, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Krankenhaus Merheim
  • T.M. Boemers - Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Kinderkrankenhaus

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 01.-04.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07dgch7270

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2007/07dgch345.shtml

Veröffentlicht: 1. Oktober 2007

© 2007 Städtler et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die bronchogene Zyste ist eine seltene gutartige Raumforderung, die auf eine embryonale Fehlbildung des Vorderdarms zurückzuführen ist. Es wird dabei zwischen der intrapulmonalen (15%) und der häufigeren extrapulmonalen (85%) Form unterschieden. Häufigste extrapulmonale Lokalisation ist das Mediastinum.

Material und Methoden: Ein 3-jähriger, ansonsten gesunder Junge wurde erstmalig mit einer seit Geburt bestehenden Schwellung am Übergang vom Nacken zum rechten Schulterbereich in unserer Klinik vorgestellt. Der anfangs bläulich imponierende Tumor war innerhalb der letzten 12 Monate zunehmend größer geworden. Schmerzen oder Infektionen waren nie aufgetreten. Bei der klinischen Untersuchung fand sich ein prall elastischer Tumor von ca. 3 cm Durchmesser mit leicht bläulicher Verfärbung am punctum maximum. Unter dem klinischen und sonomorphologischem Aspekt eines Lymphangioms wurde die Indikation zur Exstirpation gestellt. Der Tumor wurde in toto entfernt. Bei postoperativ komplikationslosem Verlauf konnte der Junge am 3. postoperativen Tag beschwerdefrei aus unserer stationären Betreuung entlassen werden. In der histopathologischen Untersuchung des Weichteilexzidates zeigte sich das Korrelat einer bronchogenen Zyste und führte so letztlich zur richtigen Diagnosefindung.

Schlussfolgerung: Anhand dieses seltenen Falles eines 3-jährigen Jungens mit einem zystischen Tumor an der Schulter soll die Differentialdiagnose der bronchogenen Zyste bei extrapulmonaler Manifestation erörtert werden, die bei der Differentialdiagnose von angeborenen Zysten und knotigen Hautläsionen am oberen Thorax, Rücken und Nacken berücksichtigt werden muss. Die Diagnose kann häufig jedoch erst durch die histologische Untersuchung gesichert werden.