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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Verbesserung von Lebensqualität und neuropsychologischer Symptomatik durch eine operative Therapie des primären Hyperparathyreoidismus

Meeting Abstract

  • corresponding author T. Weber - Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg
  • I. Hense - Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg
  • A. Pietsch - Chirurgische Universitätsklinik Rostock
  • U. Hinz - Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg
  • T. Schilling - Klinik für Innere Medizin I, Universität Heidelberg
  • E. Klar - Chirurgische Universitätsklinik Rostock
  • M. Keller - Klinik für Psychosomatik, Universität Heidelberg
  • M.W. Büchler - Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch4949

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch646.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Weber et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Neuropsychologische Symptome wie Angst und Depressivität sind Parameter, die ohne Vorliegen von weiteren medizinisch-objektivierbaren Befunden bisher keine eindeutige Indikation zur Operation des primären Hyperparathyreoidismus (pHPT) darstellen.

Material und Methoden: Untersuchung der Lebensqualität, Angst und Depressivität bei 68 Patienten mit einem pHPT anhand von validierten und standardisierten Fragebögen (SF-12, HADS-D) präoperativ, 2 Wochen, 6 Monate und 12 Monate postoperativ.

Ergebnisse: Präoperativ bestanden bei 23,1% der Patienten depressive und in 16,9% ängstliche Symptome (HADS-D). Nach 12 Monaten postoperativ war eine depressive Symptomatik noch bei 12,2% der Patienten (p = 0,1134) und eine Angstsymptomatik noch bei 6,1% der Patienten (p = 0,0319) nachweisbar.Die mentale Komponente der Lebensqualität (SF-12) war präoperativ mit median 42,2 Punkten deutlich im Vergleich zur Normalbevölkerung (median 54,2 Punkte) erniedrigt und verbesserte sich signifikant nach einem Jahr postoperativ auf 50,4 Punkte (p = 0,0044). Die physische Komponente der Lebensqualität dagegen war präoperativ mit 42,9 Punkten im Vergleich zur Normalbevölkerung (median 52,8 Punkte) ebenfalls deutlich erniedrigt und erreichte 12 Monate postoperativ jedoch nur einen geringen Anstieg auf 45,3 Punkte.

Schlussfolgerung: Depressive und ängstliche Symptome beim pHPT bildeten sich nach einer operativen Therapie in 48% und 64% der Patienten zurück. Die mentale Komponente der Lebensqualität verbesserte sich statistisch signifikant.