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123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

02. bis 05.05.2006, Berlin

Die Zukunft der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie im G-DRG-System. Hohe Behandlungsqualität oder Luxus für Selbstzahler?

Meeting Abstract

  • corresponding author C.H. Möcklinghoff - Klinik für Plastische chirurgie,Schwerbrandverletzte der BG-Universitätskliniken Bergmannsheil Bochum
  • M. Lehnhardt - Klinik für Plastische chirurgie,Schwerbrandverletzte der BG-Universitätskliniken Bergmannsheil Bochum
  • K. Östreich - Klinik für Plastische Chirurgie der BG-Klinik Ludwigshafen
  • H.U. Steinau - Klinik für Plastische chirurgie,Schwerbrandverletzte der BG-Universitätskliniken Bergmannsheil Bochum

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 123. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 02.-05.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06dgch4548

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2006/06dgch474.shtml

Veröffentlicht: 2. Mai 2006

© 2006 Möcklinghoff et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das G-DRG-System steuert in das 5. Entwicklungsjahr. Das " lernende" System hat seit Einführung 2003 erhebliche Änderungen durchlaufen. Durch den Dialog mit den Fachgesellschaften und zahlreichen anderen Institutionen im rahmen des Vorschlagverfahrens sind viele Verbesserungen implementiert worden, andere Probleme seit mehreren Versionen ungelöst. Der Bereich der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie stellt nach wie vor eine Problemzone dar.

Material und Methoden: Zahlreiche Rekonstruktionsverfahren (Replantation, komplexe Funktionswiederherstellung an den Extremitäten, beidseitige Eingriffe werden mehr schlecht als recht vergütet.Teilbereiche wurden seit 2003 bearbeitet, insgesamt besteht nach wie vor in exemplarisch vorgestellten Fällen eine erhebliche Diskrepanz zwischen DRG-Erlös und Ressourcenverbrauch, insbesondere im Gebiet der Rekonstruktion an der oberen Extremität.

Ergebnisse: Die problematischen OP-Verfahren werden skizziert,Vergütung und Erlös abgeglichen. Die betreffenden Vorschläge der Fachgesellschaften werden dargestellt, ebenso ihre Umsetzung oder "Nichtberücksichtigung".

Schlussfolgerung: Falls das G-DRG-System keine rasche Lösung für die faire Vergütung diesre aufwändigen Rekonstruktionsverfahren findet,wird es nach Einschätzung des Autors noch in der Konvergenzphase aus Gründen des Kostendruckes zu einer erheblichen "Limitierung" des Angebotes für derartige "Luxus"rekonstruktionen kommen.Das drohende Alternativszenario wäre der "Zweitzehentransfer zur Daumenrekonstruktion" als Wahl-/Selbstzahlerleistung.Ist dies gewünscht?