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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Bedeutung des Schwannzellmarkers S100 und der MYCN-Amplifikation für das Langzeitüberleben beim Säuglings- und kindlichem Neuroblastom

Meeting Abstract

  • corresponding author G. Cernaianu - Klinik für Kinderchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
  • K. Geiger - Instittut für Neuropathologie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
  • R. Spitz - Klinik für Kinderheilkunde, Universitätsklinik Köln, Köln, Deutschland
  • M. Cross - Klinik für Kinderchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
  • G. Scholz - Klinik für Kinderchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
  • K. Rothe - Klinik für Kinderchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
  • J. Bennek - Klinik für Kinderchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
  • H. Witzigmann - Klinik für Abdominal-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland
  • R.B. Tröbs - Klinik für Kinderchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch3828

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch655.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Cernaianu et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Während beim Säuglingsneuroblastom eine günstige Prognose prädominiert, ist jenseits des Säuglingsalters eine biologische Charakterisierung entscheidend für Prognose und Langzeitüberleben. Die endogene MYCN-Amplifikation der Neuroblasten und die exogene Supression durch Schwannzellen wurden in vitro als mögliche Steuermechanismen des Tumorwachstums ausgewiesen. Für beide Altersgruppen wurde die Bedeutung beider Systeme für das Langzeitüberleben von an unserer Klinik operierten Patienten evaluiert.

Material und Methoden

Auswertung von paraffinfixiertem Material (n=62 Patienten: 20 Säuglinge, 42 Kinder, OP zwischen 1972-1989). INSS-Stadium und 5-Jahres-Überleben (5-J-Üb) siehe Tabelle. Erfassung des immunhistochemischen Schwannzellmarkers S-100, der Shimada-Klassifikation und des MYCN-Status (FISH/PCR) und Korrelation (Chi-Quadrat-Test) mit Alter, INSS-Stadium.und 5-J-Üb.

Ergebnisse

Säuglinge wiesen eine stadienunabhängige hohe 5-Jahresüberlebensrate von 85% auf. Es zeigte sich keine MYCN-Amplifikation und keine Korrelation zwischen 5-J-Üb und Schwannzell-Gehalt (p=0,58) sowie Shimada-Klassifikation (p=0,15 ). Im Gegensatz dazu wiesen Kinder >1 Jahr eine niedrigere, stadienabhängige Überlebensrate von 26% auf. Es lag eine niedrigere Überlebensrate bei MYCN-Amplifikation (p=0,03), niedrigem Schwannzellgehalt der Tumoren (p<0,00) und ungünstiger Shimada-Klassifikation (p<0,00 ). [Tab. 1]

Schlussfolgerung

Zusätzlich zur Shimada-Klassifikation und MYCN-Status bietet sich S100 als neuer Prognosemarker für die Risiko-/Therapiestratifizierung beim kindlichen Neuroblastom an.