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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Der liposomale Gentransfer von C-Natriuretischem Peptid (CNP) verhindert die Bildung von Neointima und fördert das Wachstum von Endothelzellen

Meeting Abstract

  • corresponding author A. Kühnl - Abteilung für Gefäßchirurgie, Chirurgische Klinik Großhadern der LMU München, München, Deutschland
  • J. Pelisek - Institut für Pharmazie der LMU München, München, Deutschland
  • R. Kopp - Abteilung für Gefäßchirurgie, Chirurgische Klinik Großhadern der LMU München, München, Deutschland
  • A. Fuchs - Abteilung für Kardiologie und Angiologie der Westfälischen Wilhelm Universität, Münster, Deutschland
  • M. Kuhlmann - Abteilung für Kardiologie und Angiologie der Westfälischen Wilhelm Universität, Münster, Deutschland
  • P. Rolland - Abteilung für Kardiovasculäre Medizin und Hämodynamik der Universität von Marseille, Marseille, Frankreich
  • C. Mekkaoui - Abteilung für Kardiovasculäre Medizin und Hämodynamik der Universität von Marseille, Marseille, Frankreich
  • K. W. Jauch - Abteilung für Kardiologie und Angiologie der Westfälischen Wilhelm Universität, Münster, Deutschland
  • S. Nikol - Abteilung für Kardiologie und Angiologie der Westfälischen Wilhelm Universität, Münster, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch2545

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch611.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Kühnl et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

C-Natriuretisches Peptid reduziert die Proliferation von glatten Gefäßmuskelzellen und stimuliert das Wachstum der Endothelzellen. Die vorliegende Studie untersucht den therapeutischen Langzeiteffekt der adventitiellen Anwendung von liposomal transfiziertem CNP Plasmid oder Protein in einem Restenosemodell am Schwein.

Material und Methoden

Für die in vitro Untersuchungen wurden primäre Zellkulturen von glatten Muskel- und Endothelzellen aus Schweineaorten verwendet. Der Gentransfer erfolgte mit kationischen Lipid DOCSPER. In vivo wurden die Femoralarterien von 11 Schweinen zuerst 30% überdilatiert und anschließend CNP mit einem Nadelinjektionskatheter in die Adventitia des dilatierten Segments eingespritzt. Die behandelten Arterien wurden nach jeweils 3 Wochen und 3 Monaten explantiert und durch Angiographie, Evans-Blau Färbung, Histomorphometrie, Immunhistochemie, PCR und RT-PCR untersucht.

Ergebnisse

Bei Verwendung von CNP Plasmid fand sich in vitro eine Reduktion der Proliferation der glatten Gefäßmuskelzellen um 29±7% sowie eine Wachstumsbeschleunigung der Endothelzellen von 22±6%. Die Zytotoxizität betrug 5±2%. Die Verwendung von CNP Protein zeigte bei einer Zytotoxizität von 30±6% eine Reduktion der Proliferation der glatten Gefäßmuskelzellen um 50±11% und ein beschleunigtes Wachstum der Endothelzellen von 12±5%. In vivo zeigte die drei Wochen nach Applikation durchgeführte Evans-Blau Färbung ein vollständig intaktes Endothel in den Kontroll- und Therapiegruppen. Die minimale Bildung von Neointima wurde drei Monate nach Behandlung in der CNP Plasmid Gruppe gefunden (CNP Plasmid 1,4±0,3% Restenose, CNP Protein 6,0±1,3% Restenose, Kontrolle 9,9±3,2% Restenose, p<0,05).

Schlussfolgerung

Die adventitielle, liposomale Applikation des CNP Gens führt ohne Beeinträchtigung der Endothelheilung zu einer signifikanten Langzeitsuppression der Restenose durch Neointimabildung.