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122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

05. bis 08.04.2005, München

Kontrolle eines standardisierten Konzepts zur Vermeidung postoperativer Schmerzen

Meeting Abstract

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  • corresponding author A. Schmidt - Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie HELIOS Klinikum-Berlin Buch
  • J. Stauß - Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie HELIOS Klinikum-Berlin Buch
  • C. Lück - Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie HELIOS Klinikum-Berlin Buch
  • J. Schmidt - Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie HELIOS Klinikum-Berlin Buch

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 05.-08.04.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc05dgch3216

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2005/05dgch047.shtml

Veröffentlicht: 15. Juni 2005

© 2005 Schmidt et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Bisherige Studien zeigen, dass durch eine suffiziente postoperative Schmerzreduktion Komplikationen und das postoperative outcome in Bezug auf Funktion und Bewegung gesteigert werden kann. Ziel dieser prospektiven Untersuchung ist die Überprüfung der Wirksamkeit einer standardisierten, auf die jeweilige Operation abgestimmte Schmerztherapie.

Material und Methoden

Unser standardisiertes Schmerzkonzept basiert auf der Einteilung der Patienten nach zu erwartender postoperativer Schmerzen in drei Gruppen. Die Patienten der Gruppe I (geringes zu erwartendes Schmerzniveau) erhielten Vioxx 50 mg /d über 3 Tage nachfolgend 25mg Vioxx bis zur Entlassung. Die Patienten der Gruppe II (mittleres zu erwartendes Schmerzniveau) erhielten postoperativ über 3 Tage 50 mg Vioxx/die, nachfolgend 25 mg Vioxx/die bis zur Entlassung und zusätzlich über drei Tage 2 x 10-20 mg Oxygesic .Die Patienten der Gruppe III (hohes zu erwartendes Schmerzniveau) erhielten postoperativ über 5 Tage 50 mg Vioxx/die, nachfolgend 25 Vioxx/die bis zur Entlassung, zusätzlich Anlage eines PCAI oder Schmerzkatheters (wurden durch Schmerzdienst betreut), nach Beendigung, Gabe von Oxygesic 2 x 10-20 mg oral bis zu 7 Tage. Wir überprüften die Schmerzsituation unter Medikation standardisiert mittels VA-Scala. Gleichzeitig überprüften wir den zusätzlichen Bedarf an Schmerzmedikation.

Ergebnisse

Insgesamt überprüften wir 79 Patienten, (42%weiblich, 58%männlich) im Alter zwischen 18 und 76 Jahren. Das ausgearbeitete Konzept wurde nur in 61 % der Fälle völlig korrekt angewandt. 83 % wiesen am Tag der Operation laut VAS einen Wert unter 4 auf, einen Bedarfmedikamentenverbrauch über mehr als 3 Tage wiesen 11 % der Patienten auf, wobei hiervon 69 % nur noch am Abend Medikamente benötigten.

Schlussfolgerung

Es kam zu einer Reduzierung des Schmerzerlebens, sowie zu einer nur geringen Nachfrage nach zusätzlichen Bedarfmedikamenten welche sich zumeist nur noch auf eine abendliche Gabe bezog. Dies zeigt, dass ein standardisiertes und gezieltes Konzept zur Vermeidung des postoperativen Schmerz zu einer Reduzierung des Schmerzerlebens und des zusätzlichen Bedarfmedikamentenverbrauches führt. Es kommt somit zu einer Verbesserung der Compliance des Patienten und somit darüber hinaus zu einer Verbesserung des outcoms.