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25. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2007)

10.01. bis 13.01.2007, St. Anton am Arlberg

Computergestützte Erfassungs- und Auswertungsmethoden mittels BurnCase 3D

Meeting Abstract

  • corresponding author J. Dirnberger - Upper Austrian Research GmbH - Abt. Medizin-Informatik AUVA Unfallkrankenhaus Linz
  • M. Giretzlehner - Upper Austrian Research GmbH - Abt. Medizin-Informatik AUVA Unfallkrankenhaus Linz
  • T. Luckeneder - Upper Austrian Research GmbH - Abt. Medizin-Informatik AUVA Unfallkrankenhaus Linz
  • H. Haller - Upper Austrian Research GmbH - Abt. Medizin-Informatik AUVA Unfallkrankenhaus Linz
  • C. Rodemund - Upper Austrian Research GmbH - Abt. Medizin-Informatik AUVA Unfallkrankenhaus Linz

DAV 2007. 25. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. St. Anton am Arlberg, 10.-13.01.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc07dav22

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dav2007/07dav22.shtml

Veröffentlicht: 25. Juni 2008

© 2008 Dirnberger et al.
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Gliederung

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Die Möglichkeiten der Erfassung und Auswertung von Traumata werden heutzutage durch den Einsatz moderner Medizininformatik immer weitreichender. Auch in der Verbrennung werden die zum Einsatz gebrachten Applikationen immer vielfältiger. Seit 4 Jahren entwickelt das Team der UAR rund nach dem Konzept von Dr. Herbert Haller die Software BurnCase 3D. In der kommenden Version ist nun eine Anbindung an die von Dr. Werner Eisenbeiß entwickelte und vorgestellte Hardware zur objektiven Tiefenbestimmung mittels CCD Kamera und Lichtspektrumsanalyse realisiert. Die eigens entwickelte Kamera erzeugt dabei Falschfarbenbilder, die von BurnCase 3D ausgewertet werden können. Durch spezielle Transformationsalgorithmen kann das 3D Modell des Patienten mit wenigen Mausklicks an die Lage des Patienten auf den digitalen Bildern angepasst werden. Die Einfärbung der Hautoberfläche signalisiert dabei den Verbrennungsgrad, den BurnCase 3D automatisch auf das zugrunde liegende 3D Körpermodell projiziert und dadurch erstmals eine weitgehend unabhängige und objektiv nachvollziehbare Dokumentation des Verbrennungszustands eines Patienten ermöglicht. Daran angeschlossen sind die bereits bekannten Verfahren zur automatischen Bestimmung der verbrannten Oberfläche sowie darauf aufbauender Scores und Codierungen wie z.B. ABSI, Baxter-Parkland und vollständiger ICD10 Codierung.

Neben anderen bereits etablierten Methoden zur objektiven Dokumentation und Vermessung von Verbrennungsflächen mittels manueller Interaktion und dem Einbinden von herkömmlichen digitalen Fotos ist auch erstmals die Möglichkeit zur automatischen Auswertung nach der DGV Multicenterstudie geschaffen worden. Auf Knopfdruck kann nun der gesamte Patientenbestand nach bereits vordefinierten Kriterien gruppiert und ausgewertet werden. Diese Methode wurde in enger Kooperation mit der BG Klinik Bergmannstrost und Dr. Michael Steen entwickelt und dort auch erstmals erfolgreich angewendet. Nähere Informationen zum Funktionsumfang der Software sowie zu den Rahmenbedingungen für eine Teilnahme am Projekt BurnCase finden sie unter http://www.burncase.at.