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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Kortikale Repräsentation mimischer Muskulatur im funktionellen MRT (fMRT) bei Normalpersonen und bei Patienten mit Synkinesien nach Fazialisdefektheilung

Poster

  • corresponding author Nina Zeller - Univ. HNO-Klinik, Göttingen
  • Berit Frahm - Univ. HNO-Klinik, Göttingen
  • Pauline Wildenauer - Univ. HNO-Klinik, Göttingen
  • Carsten Schmidt-Samoa - Univ. Klinik, Abt. Kognitive Neurologie, Göttingen
  • Rainer Laskawi - Univ. HNO-Klinik, Göttingen

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2012;8:Doc03

DOI: 10.3205/cpo000656, URN: urn:nbn:de:0183-cpo0006567

Veröffentlicht: 19. April 2012

© 2012 Zeller et al.
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Gliederung

Zusammenfassung

Einleitung: Nach Lähmungen des N. VII kommt es nicht selten zu Defektheilungen mit sog.pathologischen Mitbewegungen (Synkinesien). Bei der Reorganisation spielen auch Areale des Zentralnervensystems eine Rolle, die oberhalb der Kernebene lokalisiert sind. Hier werden die Repräsentation der mimischen Muskulatur im fMRT bei gesunden Probanden und corticale Veränderungen bei Patienten mitFazialisdefektheilungen dargestellt.

Methodik: In einem 3 Tesla Siemens MRT wurden 8 Patienten mit Synkinesien unterschiedlicher Genese, Lokalisation und Ausprägung und 16 gesundeProbanden untersucht. Alle Versuchspersonen erhielten über eine LCD-Brille optische Signale, die einen Zeitraum vorgaben in dem repetitiv Standardbewegungsmuster (Augen zukneifen, Nase rümpfen, Lippen spitzen, mit Zunge über Schneidezähne fahren, Fingertapping) ausgeführt wurden. Die Daten wurden mit BrainVoyager QX 2.2® weiterverarbeitet. Es wurden die maximalent-Werte in zuvor festgelegten Arealen des primär motorischen Cortex ermittelt, graphisch dargestellt und anschließend verglichen.

Ergebnisse: Die t-Wert-Maxima liegen bei den meisten der gesunden Probanden je nachBewegung in einem Cortexareal gruppiert vor. Größe und Lage der t-Wert-Maxima variieren je nach Bewegung und betrachteter Hirnhälfte. Im untersuchten Patientenkollektiv folgen die corticalen Repräsentationen keiner eindeutigen somatotopen Gliederung. Es zeigt sich eine breite Streuung der t-Wert-Maxima.

Schlussfolgerung: Bei gesunden Probanden werden im fMRT Gesichtsbewegungen auf dem Cortexsomatotopisch gegliedert repräsentiert.Entgegen der erwarteten somatotopen Gliederung ergab sich bei der Patientengruppe eine breite Streuung der maximalen t-Werte, die keinemerkennbaren Muster folgte. Möglicherweise kann dies als „corticale Reaktion“ auf die neue periphere Situation nach Fazialisdefektheilung interpretiert werden.