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Süddeutsche Tage der Kinder- und Jugendmedizin München

04.05. - 06.05.2012, München

Differenziertes diagnostisches und therapeuthisches Vorgehen bei kloakaler Malformation und ektopem refluxiv-obstruktivem Megaureter

Meeting Abstract

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  • T.M. Schuster - Klinikum Augsburg, Kinderchirurgische Klinik, Augsburg, Germany

Süddeutsche Tage der Kinder- und Jugendmedizin. 61. Jahrestagung der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und der Süddeutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie und dem Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte – Landesverband Bayern. München, 04.-06.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12sgkjP32

DOI: 10.3205/12sgkj73, URN: urn:nbn:de:0183-12sgkj730

Published: April 11, 2012

© 2012 Schuster.
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Ziel: Illustrative Darstellung des differenzierten therapeuthischen Vorgehens nach MRU und Endoskopie gestützter Diagnostik bei Kloakaler Malformation mit ektopem Megaureter.

Patient und Methode: Die initiale klinische, sonographische und radiologische Diagnostik ergab eine kloakale Malformation, Sakralwirbelfehlbildung und einen hochgradig refluxiven Megaureter bei ausgeprägter Hydronephrose; die Szintigraphie wies zusätzlich eine obstruktive Komponente dar bei auch eingeschränkter Partialfunktion (29%). Die MR-Urographie vermochte die bei der Endoskopie dargestellte ektope Megauretermündung in die Kloake darzustellen, darüber die Situation des inneren Genitale und eine rudimentäre Doppelung des Rectums.

Der Anuspräteranlage folgte die temporäre Nephrostomie, im weiteren Verlauf durch ein Soberstoma ersetzt. Im Rahmen der PSARVUP unter Auflösung des AP erfolgte bei inzwischen tonisiertem Ureter simultan die Uretercystoneostomie. Nach antegrader Ureterdarstellung, VUR-Ausschluß und Urodynamik bei bekannter kaudaler Regression konnte die operative Behandlung mit dem Soberstomaverschluß im Alter von 11 Monaten erfolgreich abgeschlossen werden.

Schlussfolgerung: Eine differenzierte und hochspezialisierte diagnostische und therapeutische Vorgehensweise bei komplexer kloakaler Malformation ermöglichen einen primär erfolgreichen Verlauf.